Im Feindbild vereint: Kurze Anmerkung zu FOR Palestine, BDS und Jugendwiderstand

11.06.2016 Endgame & "LOVEstorm" gemeinsam mit Nazis gegen die Bilderberger

Bei den antifaschistischen Protesten in Köthen am 16.09.2018 gegen den rechten Aufmarsch von „Zukunft Heimat“ haben Teile des Jugendwiderstands die antifaschistische Gegendemo wegen des Bekenntnisses, sich gegen Antisemitismus zu positionieren, angegriffen. Wir teilen dazu den Bericht des Offenen Antifaplenums Halle, möchten aber hinweisen, dass der dem Bericht zur Veranschaulichung angehängte Text, der jüngst bei den Ruhrbaronen erschienen ist und den antisemitisch motivierten Übergriff im Berliner Jockel Biergarten am 12.09.2018 thematisiert, Missverständliches und Fehler enthält, auf die wir an dieser Stelle kurz eingehen möchten.

Im Jockel trat die zur palästinensischen „Friedensaktivistin“ verklärte Manal Tamimi zum Thema „Frauen unter Besatzung“ auf. Manal Tamimi gehört zum selben Terror-Familienclan wie die zur palästinensischen Widerstandsikone stilisierte 17-jährige Ahed Tamimi und ist eine ausgesprochene Judenhasserin, die terroristische Aktionsformen für legitimen Widerstand im Kampf gegen Israel hält. Besucht wurde diese Veranstaltung von vielen, die in autoritären Gruppen wie BDS, FOR Palestine, Jewish Antifa oder Revolution organisiert sind, sich selbst als Linke wahrnehmen, aber immer wieder durch aggressiven Antisemitismus auffallen.

Israelsolidarische AntifaschistInnen, die diese Veranstaltung kritisch begleiten wollten, wurden vom Mao-Club Jugendwiderstand gewalttätig bedroht und attackiert. Die dazugerufene Polizei war mit der Situation vor Ort zuerst überfordert.

In dem Text bei den Ruhrbaronen ist nun zu lesen:

In Berlin wächst zusammen, was zusammen gehört: Die maoistische Schlägertruppe Jugendwiderstand, BDS und Jewish Antifa kooperieren neuerdings.

Zuallererst ist anzumerken, dass es durchaus nicht neu ist, dass diese sektenartigen Politgruppen wie Jugendwiderstand, BDS, FOR Palestine oder auch die Jewish Antifa zusammen agieren. Ihre Strukturen sind vielmehr durchlässig und sie müssen zusammen gedacht werden. Man kann sagen, dass jede dieser Gruppen eine besondere Funktion im gemeinsamen Kampf gegen Israel erfüllt:

Die Jewish Antifa als der legitimierende jüdische Kronzeuge, FOR Palestine als militante PoC, die Kritik an Antisemitismus zu Rassismus umdeuten, BDS als das bürgerliche Lager und der Jugendwiderstand steht trotz der überwiegend erwachsenen männlichen Mitglieder für die kämpferische Jugend. Alle zusammen flankieren sie vorzugsweise die älteren AraberInnen, die sich aus verschiedenen säkularen und religiösen Gruppen rekrutieren.

Desweitern ist anzumerken: Die Veranstaltung im Jockel Biergarten wurde weniger von der Jewish Antifa oder BDS organisiert oder getragen, sondern maßgeblich von Dror Dayan und FOR Palestine. Dayan gab zwar erst kürzlich bekannt, sich aus zeitlichen Gründen von FOR Palestine zurückzuziehen, er hängt aber dennoch mit dieser Gruppe unmittelbar zusammen. Es ist auch Dror Dayan, der Kontakte zur Familie Tamimi pflegt und diese mehrmals besuchte. Dayan, der sich Filmemacher nennt, ist gut vernetzt, umtriebig und seiner Aggressivität wegen bereits bekannt. Ein weiteres nicht minder aggressives Mitglied dieser Gruppe postete auf seiner Facebookseite eine Stellungnahme zu den Geschehnissen im Jockel Biergarten, die mit dem geheimnisvollen Namen „Das Orga-Team hinter der Veranstaltung „Frauen unter Besatzung“ mit Manal Tamimi“ unterzeichnet ist. Es ist dasselbe Schreiben, dass sich auf der Seite „Talk with Manal Tamimi“ findet. In gewohnter Art und Weise wird hier Kritik am Antisemitismus in ein „Beispiel von antipalästinensischem und fremdenfeinlichem Rassismus“ und Faschismus umgedeutet und sich so der Kritik entzogen. Solche Umdeutungstrategien sind insbesondere von Aluhüten, AntisemitInnen und der extremen Rechten bekannt: Eine Opferinszenierung, die darauf zielt, sich gegen jede Kritik zu immunisieren und Gewalt zum Selbstverteidigungsakt zu erheben.

Ein Mitglied von FOR Palestine bei Facebook auf die Frage, was denn im Jockel Biergarten vorgefallen sei. Der Senat hat die Vorwürfe der Drohungen ihrerseits auf Nachfragen der VICE dementiert, sowie es auch schlicht gelogen ist, dass eine „Stürmung“ angekündigt war. Insgesamt illustriert der Urheber hier alle Kritik, in dem er eine Täter-Opfer-Umkehr vornimmt, Faschismus verharmlost und Israel zum absolut Bösen erklärt und dämonisiert.

Es ist also zu beobachten, dass diese Gruppe auf die zunehmende Öffentlichkeit ihrer Aggressivität wegen reagiert und ihr Konzept verändert. Zunehmend vermeiden sie es, für eindeutige Veranstaltungen als FOR Palestine aufzutreten und kreieren dann neue Namen. So wurde hier eine frische Facebook-Seite mit dem Namen „Talk with Tamimi“ aus der Taufe gehoben. Wir haben es hier vielmehr mit einer Verschleierungstaktik zu tun, die darauf zielt, sich dem Fokus der Öffentlichkeit und womöglich einer Strafverfolgung zu entziehen.

Da der Jugendwiderstand sich schon lange in der Rolle einer Kiezmiliz gefällt, wäre es nur logisch, die Leute um Taktikka und Detweiler als Saalschutz einzusetzen. Ob man diese tatsächlich offiziell im Vorfeld einplante oder ob sich das kurzfristig vor Ort ergab, ist dagegen nicht eindeutig.

In der Aggression und Anwendung von Gewalt gab es, anders als bei den Ruhrbaronen suggeriert, keine neue Qualität. Bereits am 1. Mai 2016 griffen Teile dieser Gruppierungen auf extrem aggressive Weise eine kleine israelsolidarische Gruppe in Kreuzberg an, nachdem sie sich gemeinsam auf der 13:00 Uhr Demo des Jugendwiderstands in Neukölln auf das Feindbild „Antideutsche“ eingestimmt hatten.

Ähnliches widerholte sich auf der 1. Mai-Demo 2018 in Kreuzberg:

Auch bei Nakba-Veranstaltungen, an denen alle diese Gruppen teilnehmen, wurden wiederholt JournalistInnen und israelsolidarische AntifaschistInnen angegriffen. Zum Beispiel 2016…

In Berlin-Neukölln versammelten sich rund 150 Personen zu einer Demonstration gegen Israel anlässlich des "Nakba-Tag"….

Gepostet von Theo Schneider – Photography am Sonntag, 15. Mai 2016


oder auch 2017

Detweiler (Jugendwiderstand) und Dror Dayan mit seinem Schild, dass er JournalistInnen und GegendemonstrantInnen entgegenhielt. An diesem Tag erstattete Dayan Anzeige gegen einen Journalisten, von dem er selbst "Nazi" genannt worden sein will. Die Anzeige verlief zwar im Sande, aber die Anzeigenaufnahme dauerte über eine halbe Stunde, womit Dayan erfolgreich die kritische Berichterstattung verhindert hatte @Paul Hanewacker
Detweiler (Jugendwiderstand) mit Kamera und Dror Dayan mit seinem Schild, das er JournalistInnen und GegendemonstrantInnen 2017 beim Nakba-Tag entgegenhielt. An diesem Tag erstattete Dayan Anzeige gegen einen Journalisten, von dem er selbst „Nazi“ genannt worden sein will. Die Anzeige verlief zwar im Sande, aber die Anzeigenaufnahme dauerte über eine halbe Stunde, womit Dayan erfolgreich die kritische Berichterstattung verhindert hatte. @ Paul Hanewacker

Im November 2016 griff die Gruppe FOR Palestine während einer Boykottaktion von BDS Berlin gegen HP eine Gruppe an, die sich „gegen jeden Antisemitismus“ positionierte. Die Polizei ging aber schnell dazwischen und setzte den FOR Palestine-Aktivisten Tarek M. kurzzeitig fest.

BDS Berlin hat am 29.11.2016 erneut zu einer Boykott-Aktion gegen Israel auf dem Alexanderplatz in Berlin aufgerufen….

Gepostet von Friedensdemo-Watch am Freitag, 2. Dezember 2016


Am 21. Januar entblödeten sich die Gruppen „BDS Berlin“ und „Jewish Antifa“ nicht, sich dem Women’s March 2018 mit eigenem Thema anzuschließen und dort einen separat laufenden „International Feminist Block to Free Ahed Tamimi“ zu bilden. Aus diesem Block schallten dann Parolen wie „Free, Free Palestine“ oder auch „From the river to the sea, Palestine will be free”. Was solche Parolen und Schilder mit Inhalten wie „Soldaten sind Frauen-Mörder, auch in Israel“ auf dem Women’s March 2018 zu suchen hatten, blieb ihr Geheimnis.

Im April 2018 versuchten die Jugendwiderständler Taktikka und Detweiler am Rande einer antisemitischen Demonstration zu der BDS aufgerufen hatte, zwei JournalistInnen abzufangen und anzugreifen. Ein weiterer Journalist, der die Szene zufällig beobachtet hatte, reagierte schnell und lud die beiden in sein Auto ein, das er ganz in der Nähe geparkt hatte. Taktikka und Detweiler fotografierten das Kennzeichen des Fahrzeugs ab und versuchten sich noch an den Türen des Fahrzeugs zu schaffen zu machen, wurden dabei aber von der Polizei überrascht.

Am besagten Abend im Jockel waren auch noch Leute von „Revolution“ zugegen. In der Vergangenheit demonstrierten alle genannten Gruppen auch immer wieder zusammen mit R.I.O./Klasse gegen Klasse. Und das trotz eines tätlichen Angriffs vom Jugendwiderstand auf die sich als TrotzkistInnen verstehenden R.I.O.-Leute und der wiederholten Herabsetzung ihres bekanntesten Vertreters. Dieser wird regelmäßig verbal und auf Facebook von verschiedenen Jugendwiderständlern homophob beleidigt und herabgewürdigt.

Es zeigt sich immer wieder deutlich: Diese Gruppen gehören schon lange zusammen und obwohl sie sich untereinander in vielem uneinig sind, profitieren sie voneinander. Im antiimperialistischen Weltbild, das mit einem regressiven Antikapitalismus und Antisemitismus einhergeht, sind sie im Feindbild Israel fest zusammengeschweißt. Dabei ist Gewalt ein probates Mittel, um politische GegnerInnen einzuschüchtern. Opfer sind häufig dokumentierende JournalistInnen und andere linke Gruppen oder auch Einzelpersonen, die pauschal als ZionistInnen und Antideutsche markiert werden.

Antisemitische Vorfälle auf der Antifa-Demo „Rassistische Hetzjagden verhindern, bevor sie passieren!“ am 16.09.18 in…

Gepostet von Offenes Antifaplenum Halle am Freitag, 21. September 2018


Weiteres zum Thema:

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Antiimperialistische 13 Uhr-Mai-Demo in Berlin Neukölln: Politsekten vereint im Hass auf Israel

In ihrem Aufruf zum 1. Mai benutzt der Jugendwiderstand nicht nur entmenschlichende Sprache, er bedient sich auch einem…

Gepostet von Friedensdemo-Watch am Samstag, 28. April 2018

#BDS #ForPalestine #Dror Dayan und #BerlinAgainstPinkwashing

Arte lässt Nahostdokus von der Israelboykottbewegung machen

 

 


#BDS #ForPalestine #Dror Dayan und #BerlinAgainstPinkwashing

*#BDS #ForPalestine #BerlinAgainstPinkwashingWie bereits berichtet versuchte zum Beginn der diesjährigen Berliner Christopher-Street-Day Parade eine Gruppe, die sich selbst "Berlin Against Pinkwashing" nennt, die Ansprache des Gesandten der israelischen Botschaft zu verhindern [1].Über die missglückte Störaktion beim Berliner CSD schrieb Markus Bernhardt in der Jungen Welt: "Zu unschönen Szenen kam es unterdessen am Rande einer Protestaktion des Zusammenschlusses "Berlin gegen Pinkwashing", der maßgeblich von linken, aus Israel stammenden Lesben und Schwulen initiiert wurde [2].Dieser Darstellung muss man widersprechen, denn unter den Teilnehmer*innen dieser Aktion befanden sich zahlreiche Aktivist*innen der Gruppen F.O.R. Palestine und aus dem Umfeld des BDS-Berlin.Seit Monaten schon greifen diese Leute mit ihrer antizionistischen Propaganda Menschen an, die sich gegen Antisemitismus und für Israel einsetzen. Dabei schrecken diese Gruppierungen auch vor körperlicher Gewalt nicht zurück. Als eine anführende Person gegen den Berliner CSD fiel neben einigen anderen Aktivisten aus diesem Spektrum auch der Filmemacher Dror Dayan auf.Dror Dayan ist Anmelder der israelfeindlichen Website F.O.R. Palestine und Gründungsmitglied selbiger Initiative. Er ist mit seinen Leuten immer wieder Teil von Aktionen, die Hass auf Israel schüren. So nahm er beispielsweise am 23. August 2014 an einer antisemitischen Islamisten-Demonstration anlässlich des Gazakonflikts teil (siehe Video: min. 00:20 – 00:32 & min. 01:04-01:14). Bei diesem Aufmarsch, der von der Salafistencrew um den früheren Terroristen und heutigen Salafisten Bernhard Falk [3] "angeführt" wurde, riefen die Teilnehmenden immer wieder antisemitische Parolen, wie z.B. "Kindermörder Israel", "Babymörder Israel", etc. Weder diese noch die judenfeindlichen Kreidemalereien (Davidstern = Mörder, Teufelsgesicht mit Davidstern, Kindermörder Israel) der Demonstrant*innen hielten Dror Dayan, der sich selbst wohl als Linker betrachtet, davon ab, sich diesem Aufmarsch anzuschließen.Ignoranz und Verharmlosung scheinen bei Dayan Programm zu sein.Über die Männer, die vor der Berliner Aufführung seines Films im Kino Moviemento am 4.3.2016 an einer antisemitischen Kundgebung teilnahmen und später den "Deutschen Gruß" zeigten, sagte er ausweichend: "Das wurde unserer Veranstaltung zugerechnet, war aber eindeutig nicht vor dem Kino." [4]Benjamin Netanyahu nannte Dror Dayan auf einer Kundgebung am 21. Oktober 2015 via Plakat einen Kriegsverbrecher und Holocaustleugner [5]. Jenseits dessen, dass sich eine solche Behauptung wahrscheinlich an der Grenze zur Strafbarkeit bewegt – Dayan wurde bei diesem Protest in Gewahrsam genommen – stellt sich der Filmemacher mit seinen Aussagen in eine Reihe mit den Hetzreden von offen rechten Vertretern. Ihre Schnittmengen liegen in dem auf Umwegkommunikation ausgelegten anti-israelischem bzw. anti-zionistischem Antisemitismus, der in Wahrheit Juden und Judentum meint. Besonders deutlich wird dies, wenn beispielsweise Curd Schumacher, Redner bei diversen rechten Demonstrationen nicht mehr vom "jüdischen Großkapital", sondern vom "internationalen zionistischen Großkapital" spricht [6].[1] https://www.facebook.com/friedensdemowatch/videos/1072451079475814/[2] http://www.jungewelt.de/2016/07-25/015.php[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Falk_(AIZ)[4] Interview mit Dror Dayan, erschienen jeweils am 09.03.2016 in „Klasse gegen Klasse“ und in „Die Freiheitsliebe“, so viel dazu! [5] siehe den angehängten 1. Kommentar in diesem Posting: https://www.facebook.com/friedensdemowatch/videos/1072972176090371/?comment_id=1073052652748990&comment_tracking=%7B%22tn%22%3A%22R%22%7D[6] https://www.facebook.com/friedensdemowatch/videos/1033375390050050/

Gepostet von Friedensdemo-Watch am Mittwoch, 27. Juli 2016


Wie bereits berichtet versuchte zum Beginn der diesjährigen Berliner Christopher-Street-Day Parade eine Gruppe, die sich selbst „Berlin Against Pinkwashing“ nennt, die Ansprache des Gesandten der israelischen Botschaft zu verhindern.

Über die missglückte Störaktion beim Berliner CSD schrieb Markus Bernhardt in der Jungen Welt:

Zu unschönen Szenen kam es unterdessen am Rande einer Protestaktion des Zusammenschlusses „Berlin gegen Pinkwashing“, der maßgeblich von linken, aus Israel stammenden Lesben und Schwulen initiiert wurde.

Dieser Darstellung muss man laut widersprechen, denn unter den Teilnehmer*innen dieser Aktion befanden sich zahlreiche Aktivist*innen aus dem Umfeld der Israel-Boykottbewegung, insbesondere F.O.R. Palestine und BDS-Berlin.

Seit Monaten schon greifen diese Leute mit ihrer antizionistischen Propaganda Menschen an, die sich gegen Antisemitismus und für Israel einsetzen. Dabei schrecken diese Gruppierungen auch vor körperlicher Gewalt nicht zurück. Als eine anführende Person gegen den Berliner CSD fiel neben einigen anderen Aktivist*innen aus diesem Spektrum auch der Filmemacher Dror Dayan auf.

Dror Dayan, der selbst Jude ist und auf groteske Art und Weise meint, eine Deutungshoheit zu besitzen, die für alle Juden gilt, ist Anmelder der israelfeindlichen Website F.O.R. Palestine und Gründungsmitglied selbiger Initiative. Er ist mit seinen Leuten immer wieder Teil von Aktionen, die Hass auf Israel schüren. So nahm er beispielsweise am 23. August 2014 an einer antisemitischen Islamisten-Demonstration anlässlich des Gazakonflikts teil (siehe im obigen Video: min. 00:20 – 00:32 & min. 01:04-01:14). Bei diesem Aufmarsch, der von der Salafistencrew um den früheren Terroristen und heutigen Salafisten Bernhard Falk „angeführt“ wurde, riefen die Teilnehmenden immer wieder antisemitische Parolen, wie z.B. „Kindermörder Israel“, „Babymörder Israel“, etc. Weder diese noch die judenfeindlichen Kreidemalereien (Davidstern = Mörder, Teufelsgesicht mit Davidstern, Kindermörder Israel, siehe Video) der Demonstrant*innen hielten Dror Dayan, der sich selbst wohl als Linker betrachtet, davon ab, sich diesem Aufmarsch anzuschließen.

Ignoranz und Verharmlosung scheinen bei Dror Dayan Programm zu sein.
Über die Männer, die vor der Berliner Aufführung seines Films im Kino Moviemento am 04.03.2016 an einer antisemitischen Kundgebung teilnahmen und später den „Hitlergruß“ zeigten, sagte er im Interview mit Wladek Flakin (Klasse gegen Klasse/ RIO) ausweichend:

Das wurde unserer Veranstaltung zugerechnet, war aber eindeutig nicht vor dem Kino.

Benjamin Netanyahu nannte Dror Dayan auf einer Kundgebung am 21. Oktober 2015 via Plakat einen Kriegsverbrecher und Holocaustleugner.


Jenseits dessen, dass sich eine solche Behauptung wahrscheinlich an der Grenze zur Strafbarkeit bewegt – Dayan wurde bei diesem Protest in Gewahrsam genommen – stellt sich der Filmemacher mit seinen Aussagen in eine Reihe mit den Hetzreden von offen rechten Vertretern. Ihre Schnittmengen liegen in dem auf Umwegkommunikation ausgelegten anti-israelischem bzw. anti-zionistischem Antisemitismus, der in Wahrheit Juden und Judentum meint. Besonders deutlich wird dies, wenn beispielsweise Curd Schumacher, Redner bei diversen rechten Demonstrationen nicht mehr vom „jüdischen Großkapital“, sondern vom „internationalen zionistischen Großkapital“ spricht.

Neues von Curd Schumacher und Martin LejeuneEs beginnt mit einem Motivationsmonolog und einem Vergleich zwischen der Nazizeit und der BRD .. Resultat: Adolf war kein Diktator sondern das "BRD-Regime" ist eine Diktatur. Warum? Weil es bei Adolf keine Zwangsabgaben (GEZ) gab. Ab Minute ca 8:10 benennt er auch die Verursacher des ganzen. Merkel und Gabriel sind keine Diktatoren sondern:>>Das Diktator ist das internationale, zionistische Großkapital, was die ganze Welt in seine klauen bekommen will, die schon so oft zitierte New World Order, die neue Weltordnung.. Und die neue Weltordnung und die Führungsmacht der neuen Weltordnung sind die Vereinigten Staaten von Amerika.Und, was sehr interessant ist, wenn ich mal den Ministerpräsidenten Netanjahu des Staates Israel zitieren darf oder in dem Fall "muss", dann wird die Sache noch viel klarer.. denn der Netanjahu hat gesagt "Jeder Mann weiß das wir, das jüdische Volk, das politische System der vereinigten Staaten von Amerika kontrollieren. Amerika gehört faktisch dem jüdischen Volk<<[1]Im Anschluss empfiehlt er, dass man sich von der "Fremdherrschaft" befreit und nimmt Anlehnung an die Napoleonischen Befreiungskriege wo sich "Deutschland von den Usurpatoren" befreit hat. Im zweiten Teil nimmt er einen Geschichtsrevisionistischen Exkurs auf und fabuliert dass der Anschlag an Herrn von Rath und die daraus folgende Reichspogromnacht aufgrund des Anschlags des jüdischen Helden berechtigt gewesen wäre. Kürzlich wurde Schuhmacher in verschiedenen Medien thematisiert, da der ehemalige(?) Pegidaredner sich von Salafisten finanziell unterstützen ließ. So z.B. Silvio Duwe in der VICE:>>Gemeinsame Feindbilder sind etwas ungemein Praktisches: Sie können Gegensätze vereinen, die vorher unvereinbar schienen. Derzeit formiert sich auf dieser Grundlage ein ganz spezielles Bündnis: Rechtsextreme, Vertreter der verschwörungsideologischen sogenannten "Neuen Friedensbewegung"—und Salafisten.Das ist auf den ersten Blick ziemlich überraschend, weil sich zum Beispiel Pegida ausdrücklich gegen die "Islamisierung des Abendlandes" richtet. Aber wenn man ein bisschen genauer hinschaut, finden sich doch Gemeinsamkeiten: Der gemeinsame Feind all dieser Splittergruppen ist der Westen—allen voran die gern dämonisierten USA und natürlich die Zionisten. Vielen Rechtsextremen ist das Bündnis jedoch—gelinde gesagt—noch nicht ganz geheuer.Für große Aufregung in der rechten Szene sorgt derzeit ein denkwürdiges Zusammentreffen zwischen Curd Schumacher—einem Pegida-Redner, der sich auf YouTube "Volxtribun" nennt und als "böser Mann" seinen Hass in die Welt schreit, und einem gewissen Abu Rahma—von der vom Verfassungsschutz beobachteten salafistischen Organisation "Ansaar International".<<[2]Oder auch der Blog Sechel:>> Die inhaltlichen Überschneidungen faschistischer Ideologien scheint wenig überraschend. Der Querfrontler Jörg Cölsmann spielt dabei eine entscheidene Rolle als Vermittler. Jörg Cölsmann veranstaltete 2015 noch die Mahnwachen vor dem Hauptbahnhof in Düsseldorf. Dort bediente er diverse Verschwörungstheorien und antisemitischen Ressentiments. Unter anderem fiel er auch durch eine besondere Agressiveität auf, als er innerhalb seiner Kundgebung Israel-Fahnen vorfand. Jörg Cölsmann besuchte in der vorherigen Woche auch bereits eine Pegida NRW Demonstration.<<[3]Auf unserer Seite war Schuhmacher zuletzt Thema als der sich links verortende Journalistendarsteller Martin Lejeune sich mit ihm auf einer rechtsextremen Demo ablichten ließ und im Nachhinein behauptete nicht gewusst zu haben, wer Schuhmacher sei[4] – Schuhmacher sollte eigentlich auf eben jener Demo reden, wurde aber wegen der Slafisten ausgeladen[5]. Übrigens ist eben dieser Martin Lejeune genauso wie vor einigen Monaten schon der zuvor genannte Jörg Cölsmann mit der ebenfalls schon genannten Organisation Ansaar kürzlich nach Syrien gereist[6][7].[1] Das ganze Video auf seinem Youtubekanal (Dauer: 20min): https://www.youtube.com/watch?v=vcA73jFan8k[2] http://www.vice.com/de/read/erleben-wir-gerade-ernsthaft-eine-fusion-zwischen-pegida-und-salafisten[3] http://www.sechel.it/curd-schumacher-erfaehrt-finanzielle-unterstuetzung-von-salafistinnen/[4] https://www.facebook.com/friedensdemowatch/photos/a.644425858945007.1073741828.644416022279324/1027440270643562/?type=3[5] https://www.facebook.com/720846904680002/photos/a.763622840402408.1073741831.720846904680002/939097302854960/?type=3[6] http://archive.is/fntkt[7] https://www.facebook.com/friedensdemowatch/videos/873356899385234/

Gepostet von Friedensdemo-Watch am Freitag, 20. Mai 2016