Artes „Israelkritik“ kennt angeblich mehrere Perspektiven

Screen: JFDA – Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus

Ein offener Brief, der auch von Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, mitgetragen wird, kritisiert an einer Gaza-Reportage von Arte: „Israel wird als Aggressor dargestellt, der allein für die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Lage der Bevölkerung im Gazastreifen verantwortlich gemacht wird.“ Der Film biete kein „umfassendes und ausgewogenes Bild“ von Gaza und verzerre den Blick auf den Nahost-Konflikt. Außerdem beinhalte der Film, deren Autoren auch für das antiisraelische Portal »Electronic Intifada« schreiben, eklatante „Falschinformationen.“

Auch wir hatten über die kürzlich gesendete Reportage „Gaza: Ist das ein Leben?“ berichtet und u.a. darauf hingewiesen, dass eine der Macherinnen in der Israelboykott-Bewegung aktiv ist. Wie Schuster und das JFDA – Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus wiesen wir in diesem Zusammenhang auf Doppelstandards hin, die sich im Umstand zeigen, dass Arte eine Dokumentation über Antisemitismus wegen angeblich journalistischer Mängel zurückhält, diese Reportage hingegen problemlos sendet. Arte begründet diese Ungleichbehandlung mit dem Genre:

„Im Gegensatz zu Dokumentationen, etwa im Dienstag Themenabend, geben Reportagen per definitionem Ausdruck der persönlichen Erfahrungen und Begegnungen eines vor Ort befindlichen Journalisten. Gerade darin besteht der journalistische Wert dieses Genres, da es persönliche Sichtweisen authentisch widerzuspiegeln vermag, ohne den Anspruch zu erheben, einen komplexen Sachverhalt vollständig und von allen Seiten gleichgewichtig zu beleuchten.“

Arte beteuert „eine Vielzahl unterschiedlicher Perspektiven des israelisch-palästinensischen Konflikts in seinem Programm abzubilden“ und nennt als konkretes Beispiel dafür „Beiträge wie jenen von Stéphane Amar“. Amar, so ist wohl der Gedanke in der Arte-Pressemitteilung, nehme keine pro-palästinensische und anti-israelische Sichtweise ein.

Den Film „Die Grüne Linie“ von eben jenen Amar bezeichnete der Blog „Tapfer im Nirgendwo“ jedoch als „eine anti-israelische Dokumentation, die vor Einseitigkeit nur so strotzt“, der Film sei „reine Propaganda und gehört in eine ganze Reihe von anti-israelischen Filmen, die von arte gesendet werden“. Der israelische Unabhängigkeitskrieg von 1949 würde darin als israelische Aggression dargestellt, Juden als alles verschlingende „blutrote Gefahr“, sowie so getan würde, als sei das Westjordanland überwiegend von jüdischen Siedlern bewohnt.

Es gehört schon einiges an Chuzpe dazu, zur Widerlegung des Vorwurfes anti-israelischer Propaganda, ausgerechnet einen aus anderer Perspektive propagandistischen Film anzubringen, den man gesendet habe. Arte meint dennoch:

„Insofern vertritt ARTE keine eigenständige inhaltliche Position in dieser schwierigen Auseinander­setzung, sondern versucht seinen Zuschauern und Internetnutzern ein eigenes fundiertes Urteil aufgrund unterschiedlicher und durchaus kontroverser Sichtweisen und Erfahrungshintergründe zu ermöglichen.“

Dass das aber falsch ist, zeigt sich anhand der von Arte und dem WDR aufgebauschten Diskussion um die Antisemitismus-Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“. Dieser Film wurde nur auf großen Druck hin ausgestrahlt und dann ähnlich einer Zigarettenschachtel mit Warnhinweisen versehen, wodurch die inhaltliche Glaubwürdigkeit des Films untergraben wurde. Mit anderen Worten: Geht es um pro-israelische Filme, traut man dem Zuschauer genau das von Arte behauptete eben nicht zu.

29.11.2016 Berlin: BDS Boykott-Aktion gegen HP

Arte lässt Nahostdokus von der Israelboykottbewegung machen

Was den Qualitätsstandards von Arte entspricht

Nachdem die Dokumentation über Antisemitismus „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Arte und dem WDR erst nicht ausgestrahlt werden sollte und dann nur mit Warnhinweisen, Diskussionsrunden und einem Faktencheck den Weg in die öffentlich-rechtlichen fand, zeigt Arte zur Zeit ganz selbstverständlich eine Reportage mit dem Titel „Gaza: Ist das ein Leben?“. Dort ist die Rede vom „Angriff Israels auf Gaza mit 2100 Toten“, dem „brutalste[n] Angriff Israels auf das palästinensische Volk seit 1967, als Israel den Gazastreifen besetzte“ und von „jahrzehntelanger Besatzung“. Dass die Militäroperation Israels gegen die Hamas 2014 eine Reaktion auf Angriffe der Hamas gegen Israel war, wird bei Arte genauso selbstverständlich verschwiegen wie die Tatsache, dass dem Sechstagekrieg Vernichtungsdrohungen und Mobilisierungen seitens der arabischen Staaten vorausgegangen waren.

Die von Arte angegebene Zahl der Toten basiert auf Zahlen der UN, Arte verschweigt aber, dass in dieser Zahl Kombattanten mit inbegriffen sind. Ebenso wird verschwiegen, dass die Hamas Zivilisten als menschliche Schutzschilde einsetzte und immer noch einsetzt, während Israel versuchte, Zivilisten durch Vorwarnungen von militärischen Zielen weg zu bewegen.

Bei der Blockade des Gazastreifens von einer „Besatzung“ zu reden erscheint ebenfalls fragwürdig, wenn man bedenkt, dass es dort keine israelischen Soldaten gibt. Das Gebiet befindet sich unter der Kontrolle der Hamas. Auch ist Israel nicht allein für die Blockade verantwortlich, ein Blick auf eine Landkarte genügt um zu wissen, dass der Gazastreifen auch an Ägypten grenzt. Israel begründet die strengen Einfuhrkontrollen mit der Herrschaft der Hamas über den Gazastreifen, die Israel wiederholt angriff. Die Blockade wurde in der Vergangenheit mal gelockert und mal intensiviert, je nachdem wie gefährlich die Situation gerade war. Ägypten begründet die Blockade ähnlich, man wolle die Hamas nicht anerkennen und damit die Autorität der palästinensischen Autonomiebehörde untergraben. Zumindest über die ägyptischen Blockademaßnahmen zeigte sich sogar Palästinenserpräsident Abbas in der Vergangenheit erfreut. Gegen Schmuggeltunnel der Hamas gab es sogar gemeinsame Aktionen seitens Ägyptens und der Autonomiebehörde.

Immer wieder ist in der Reportage auch die Rede von einer knappen Stromversorgung des Gazastreifens, die der reinen Willkür Israels geschuldet sei. Verschwiegen wird dabei, dass Israel den Strom auf Bitten der palästinensischen Autonomiebehörde unter Mahmud Abbas limitierte, welche für das Zahlen der Stromrechnung verantwortlich ist. Die Autonomiebehörde wollte damit Druck auf die Hamas ausüben.

Die Doku über Antisemitismus wollte Arte angeblich wegen journalistischer Mängel nicht zeigen. Moniert wurde u.a. dass die Auswahl der Interviewpartner einseitig gewesen sei und von kritisierten NGOs keine Stellungnahme eingeholt wurde. In der nun ausgestrahlten Doku über Gaza kommt kein einziger israelischer Offizieller zu Wort.

Wirft man einen Blick auf die Autorin der bei Arte ohne Probleme ausgestrahlten Gaza-Dokumentation, Anne Paq, verwundert diese Einseitigkeit nicht. Diese schreibt nicht nur für „The Electronic Intifada“, einem Medium an dessen journalistischer Ausgewogenheit schon der Name zweifeln lässt, sie ist auch bestens mit antiisraelischen Gruppen wie Berlin against Pinkwashing, „Jewish Antifa Berlin“, BDS Berlin und F.O.R.-Palestine vernetzt, die sich allesamt für die Vernichtungs Israels einsetzen. Desweiteren ist Anne Paq Fotografin des Kollektivs Active Stills, deren Bilder wieder die Kampagnen von „Berlin against Pink washing„, F.O.R. Palestine und BDS propagandistisch begleiten und die sich in ihrer Selbstdarstellung bereits eindeutig antiisraelisch positionieren.

Die hier besprochene Doku war nicht Paqs erste Arbeit mit Arte. Bei einer früheren, thematisch fast identischen Koproduktion, war auch der F.O.R. Palestine-Aktivist und Filmemacher Dror Dayan mit im Boot. Vorgestellt wurde diese Reportage dann auch auf einer internen F.O.R. Palestine Veranstaltung. Bei F.O.R. Palestine handelt es sich um eine sehr aggressive Gruppe, die bereits in ihrem Motto „For One State and Return in Palestine“ sehr deutlich werden lässt, dass es ihnen alleine um die Vernichtung Israels geht. In Berlin fallen sie immer wieder durch gewalttätige Übergriffe auf israelsolidarische Menschen auf, die von ihnen pauschal als „Antideutsche“ markiert werden.

Wir kommen nicht umhin, festzustellen, dass bei Arte offensichtlich ganz verschiedene Standards gelten, je nachdem ob man kritisch über Antisemitismus berichten will oder ob es um „legitime Israelkritik“ geht.

P.S. Da dieser Beitrag mittlerweile von rassistischen „Lügenpresse“-Schreiern für Wahlkampfzwecke instrumentalisiert wird, die sich selbst als Kämpfer gegen Antisemitismus inszenieren wollen, sei darauf hingewiesen, dass der Zentralrat der Juden in Deutschland sich regelmäßig mehr als kritisch zur AfD geäußert hat.

 

 

Der Faktencheck im Faktencheck

Ja, die Doku „Auserwählt und Ausgerenzt“ hatte handwerkliche Mängel. Aber was der WDR als „Faktencheck“ präsentiert ist keineswegs besser. Stefan Winterbauer schreibt bei Meedia:

Wann gab es das schon einmal, dass ein Sender eine Dokumentation mit derartig vielen Warnhinweisen und Richtigstellungen versieht? Die Ausstrahlung begann mit einer Art Warntafel vor dem Film. Während der Doku gab es immer wieder Einblendungen, dass Betroffene hier nicht gefragt worden seien. Erst der WDR habe den Beschuldigten Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Und – so eine Überraschung – die nachträglich Befragten gaben alle sinngemäß zu Protokoll, dass sie ja gar nix gegen Juden haben. Entschuldigung für den Sarkasmus im vorangegangenen Satz, aber bei dieser Sache fällt es schwer, nicht sarkastisch zu werden.

[…] der nachträglich zusammengeschusterte Faktencheck [erweckt] nun selbst den Eindruck starker Voreingenommenheit. Er geht über das Korrigieren von Fakten weit hinaus. Das Ziel, den Film komplett zu diskreditieren, wird überdeutlich.“

Sechs Beispiele:

1. Der WDR behauptet, dass Abbas Behauptung, Rabbiner würden dazu aufrufen, das Wasser der Palästinenser zu vergiften, nicht antisemitisch sei. Abbas vor dem Europaparlament:

„Darüber hinaus möchte ich noch sagen, dass vor nur einer Woche einige Rabbiner in Israel ihre Regierung aufgefordert haben, unser Wasser zu vergiften, um Palästinenser zu töten. Ist das nicht eine klare Anstiftung zum Massenmord am palästinensischen Volk?“

Der Film brachte dies mit der antisemitischen Legende von den Brunnenvergiftern in Verbindung. Auch auf Wikipedia z.B. wird die Aussage von Abbas als modernes Beispiel dieser Legende aufgeführt. Laut WDR muss jedoch zwischen Wasservergiftung und Brunnenvergiftung unterschieden werden (ernsthaft!):

„Der Kommentartext fügt dem Zitat von Abbas weitere Inhalte hinzu: ‚Rabbiner planen palästinensische Brunnen zu vergiften.‘
Von ‚Brunnen‘ spricht Abbas hier jedoch nicht, auch nicht von ‚Plänen‘ der Rabbiner, das Wasser zu vergiften.“

2. Laut WDR gebe es keinerlei Belege dafür, dass die Anschläge auf das Bataclan  ein antisemitisches Motiv gehabt hätten. Auf Wikipedia werden einige der antisemitischen Drohungen aufgelistet, die dem Anschlag vorausgingen.

http://www1.wdr.de/unternehmen/der-wdr/unternehmen/doku-faktencheck/doku-faktencheck-148.html

Welch bittere Ironie, dass die Doku auch die Frage stellt, warum es so schwer falle, antisemitische Anschläge als antisemitisch zu bezeichnen.

3. Der WDR moniert:

„Die eingeblendeten Schlagzeilen vermitteln das Bild, dass die deutsche Medienlandschaft hauptsächlich israelkritisch berichte.
Tatsächlich wird dieses Bild durch die Forschung nicht bestätigt: ‚Vergleichende Untersuchungen zeigen, dass sich beispielsweise die Berichterstattung zur Zweiten Intifada und den Gaza-Kriegen 2009 und 2012 in Qualitätszeitungen, aber auch dem deutschen Fernsehen kaum substantiell voneinander unterschieden hat und vorrangig versucht wurde, ausgewogen über die Konfliktparteien zu berichten.'“

„Die Forschung?“. Andere Forscher kamen zu anderen Ergebnissen, so z.B. die Antisemitismusforscherin Monika Schwarz-Friesel​:

„Wir haben die Berichterstattung über den Nahen Osten mit Artikeln über die Lage der Menschenrechte und Konflikte in anderen Ländern verglichen, wie Russland, China, Saudi-Arabien und Nordkorea. Kaum eines der Länder schnitt so schlecht ab. In den Artikeln finden sich ungewöhnlich viele NS-Vergleiche, es gibt ein sehr negatives Bild des Landes.

[…] In der Schlagzeile ist Israel fast immer Aggressor, im Text selbst steht dann, dass Israel nur reagiert hat. Ein Beispiel: Vor einer Woche einigten sich die Parteien im Gaza-Krieg auf eine Feuerpause, die Hamas schoss nach einigen Stunden trotzdem Raketen ab. 80 Prozent der Schlagzeilen auf Nachrichtenseiten lauteten aber: Israel bricht Waffenruhe.“

Zu ähnlichen Ergebnissen kam auch der Linguist Anatol Stefanowitsch​, der 2014 die sprachliche Struktur von 170 Schlagzeilen untersuchte.

4. Im Bezug auf das Interview mit Monika Schwarz-Friesel behauptet der WDR, die Aussagen der Expertin seien in einem falschen Kontext gebracht worden. Auf der Übersichtsseite zum Faktencheck heißt es:

„Der Film stellt damit Statements von Interviewpartnern in einen antisemitischen Kontext.“

Im entsprechenden Abschnitt wird dann angeblich klargestellt:

„Die Linguistin Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel wird zu ihrer Studie zur ‚Sprache der Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert‘ interviewt. Diese Studie hat sie gemeinsam mit Jehuda Reinharz 2012 publiziert.

Darin untersuchten die Wissenschaftler über 14.000 Zuschriften an den Zentralrat der Juden in Deutschland und an die Israelische Botschaft in Deutschland. Die Studie befasste sich folglich mit dezidiert antisemitischen Schriftstücken.“

Nein, lieber WDR: Das Geschwurbel z.B. „von Bankern von der Ostküste“ oder von einer übermächtigen „Israel-Lobby“ ist nicht nur dann antisemitisch wenn es in Texten steht, die selbst WDR-Faktenchecker als „dezidiert antisemitische Schriftstücke“ erkennen können. In einem bei der bpb veröffentlichten Text, in dem Schwarz-Friesel sich fast wortgleich wie im Interview äußerte, schrieb sie auch:

„Es zeigt sich, dass trotz aller Aufklärungsarbeit nach dem Holocaust immer noch seit Jahrhunderten tradierte judeophobe Sprach- und Argumentationsmuster reproduziert werden – und zwar gesamtgesellschaftlich in allen sozialen Schichten und politischen Gruppierungen der Bevölkerung.“

Auch in einer Vorlesung machte Schwarz-Friesel deutlich:

„Keineswegs ist Judenfeindschaft vergangen oder nur ein Randphänomen von einigen Extremisten, sondern ein höchst aktuelles Problem in der Mitte unserer Gesellschaft. Der moderne Antisemitismus, heute primär artikuliert als Anti-Zionismus und Anti-Israelismus, fußt ungebrochen auf der klassischen Judenfeindschaft, die stets und von Anfang an von den Gebildeten kam.[…] Als Verbal-Antisemitismus gelten alle sprachlichen Äußerungen, mittels derer Juden als Juden entwertet und diskriminiert werden, intentional oder nicht-intentional, explizit oder implizit.“

Übrigens: Während der WDR so tut als müsste er die Aussagen Schwarz-Friesel vor den Produzenten des Films schützen, meint die Antisemitismusexpertin über den Film:

„Aus Sicht der empirischen Antisemitismusforschung spiegeln die in diesem Film präsentierten Fakten zur aktuellen Judenfeindschaft sehr genau die Lage wider.“

Die Übersichtsseite des WDR-Faktencheck unter http://www1.wdr.de/unternehmen/der-wdr/unternehmen/doku-faktencheck/index.html

 

5. Mercedes Nabert​ bei den ruhrbaronen:

„In einer Liste von NGOs, denen der Film nicht die Gelegenheit zu einer Stellungnahme gab, erwähnt der WDR World Vision, mit dem Kommentar, dass sie seit 2016 nicht mehr in Gaza aktiv sei. Verschwiegen wird dabei der Hintergrund. Nach längeren Ermittlungen und der Verhaftungen eines Mitarbeiters durch Israel, aufgrund der Weitergabe größerer Summen an die Hamas, haben Regierungen wie die deutsche und die australische die Unterstützung von World Vision Gaza komplett eingestellt. Unter diesen Umständen weiter zu arbeiten — oder was auch immer die NGO dort getan hat – dürfte kein leichtes sein.“

6. Die FAZ kommentiert den Faktencheck so:

„Bei den Unruhen im Pariser Vorort Sarcelles zum Beispiel, bei denen Synagogen angegriffen wurden, wird vom WDR behauptet, es hätten nicht dreitausend Jugendliche randaliert, wie es im Film heißt, sondern nur wenige hundert. Und es sei in französischen Presseberichten auch erwähnt worden, dass die verbotene Gruppierung ‚Jewish Defence League‘ eine Rolle gespielt habe. Hier ist es schwer, sich aufgrund der Quellenlage ein Bild zu machen. Das trägt zu einem Gesamtergebnis bei, bei dem man nur in einem hundertprozentig sicher sein kann: Der WDR hat alles getan, um zu zeigen, warum der Film so nicht gezeigt werden sollte.“

Update: Weitere Beispiele gibt es bei Audiatur Online.

Ostermarsch 2017: Ein Aufzug von Verschwörungsgläubigen, Querfrontlern und Antisemiten

15.04.2017 Berlin: Ostermarsch der Friko Berlin

Am Samstag, den 15.04. fand in Berlin der jährliche Ostermarsch statt und erneut zeigten sich etliche zwielichte Gruppen vereint. Zu sehen bekam man die Politsekte der  Mütter gegen den Krieg, den Freidenker-Verband oder auch die NachDenkSeiten um Albrecht Müller und Jens Berger, die mittlerweile fester Bestandteil der Querfrontszene sind.

Bild 1: Achim Habben war Mitbegründer des Ak Berlin (Aktivistenkreis Berlin), einer ersten rechten Mahnwachenabspaltung in Solidarität mit Jürgen Elsässer, die dann eigene Mahnwache am Alexanderplatz ausrichteten. Bild 2: Ben Frieden, ein Mahnwächter der ersten Stunde und Hagen Schütte (vorne in Pax Terra Shirt). Hagen Schütte ist zwar immer noch auf den Mahnwachen unterwegs, hat aber auch regen Austausch mit der Neonazi-Szene Berlins und Umland.

Auch zahlreiche Friedenswächter*innen der sogenannten Mahnwachen für den Frieden waren unter ihrem neuen Label „Pax Terra Musica“, bzw. „Humanistische Friedenspartei“ mit eigenem Wagen vertreten. Bei „Pax Terra“ handelt es sich um ein neues Mahnwachen-Label, das versucht mit einem großen Musik-Event im Sommer neue Teilnehmer*innen für die selbsternannte Mahnwachenbewegung zu gewinnen.
Ein ähnliches Unterfangen wurde letztes Jahr von Wojna (Die Bandbreite) mit dem „Friedensfest am See“ versucht, das aber wegen Mangels an Interesse als nicht erfolgreich angesehen werden kann. Die friedensbewegten Mahnwächter*innen blieben mit ihrem Querfrontprogramm, das von den üblichen Gestalten wie Morgaine, Kilez More, Denzko, Photon und Bandbreite gestaltet wurde, in der eigenen Blase. Interessant jedoch ist, dass das Programm des „Friedensfestes am See“ mit dem nun geplanten „Pax Terra“ quasi identisch ist, lediglich um in diesem Kontext unauffällige Künster*innen und Musiker*innen aufgeblasen wurde. Daneben ist aber alles, was aus dem Spektrum der Mahnwachen bekannt ist, dabei, von KenFm, Free21. org, bis hin zu Christioph Hörstels Partei „Deutsche Mitte“ und sämtlichen Querfrontprojekten, die aus den Mahnwachen teilweise mit Hilfe von Reiner Braun und Pedram Shahyar hervorgegangen sind (Stopp Ramstein, Friedenskreis Wanfried, etc.).

Initiiert wird Pax Terra von Malte Klingauf aka Malte aus Falkensee (Mahnwachensprecher, der mittlerweile eine führende Funktion in der Organisation der Wachen eingenommen hat), der sich mit Mathias Tretschog einen bisher in diesem Umfeld unverdächtigen Partner ins Boot geholt hat.  Mathias Treschog ist grotestkerweise eher im antirassistischen Kontext unterwegs und initiiert mit der bekannten Aktivistin Irmela Mensah Schramm Projekte, die sich gegen Hass und Hetze richten. Auf seiner Facebookseite jedoch teilt er die gesamten Querfront-Verschwörungsinhalte, die von Mahnwächter*innen von links wie rechts bekannt sind. Mit Tretschog ist es Klingauf gelungen, sich ein antirassistisches Mäntelchen überzuziehen. Dass das aber eine große Täuschung ist zeigte sich mal wieder deutlich am Samstag: Auf dem Ostermarsch waren als Promoter*innen für „Pax Terra“ insbesondere die extrem rechten Mahnwächter*innen unterwegs. Während Klingauf selbst den Umzugswagen fuhr, verteilten diese in entsprechenden T-Shirts bekleidet Flyer und warben fleißig sowohl für die Mahnwachenpartei „Humanistische Friedenspartei“ (Mitbegründer ist ebenfalls Malte Klingauf), sowie das geplante Musikevent „Pax Terra“. Unter ihnen waren z.B. Hagen Schütte, Bianca Budnick und Owe Schattauer.

Gerade Hagen Schütte und Bianca Budnick sind immer wieder auf extrem rechten Veranstaltungen, wie z.B. die neonazistischen Aufmärsche „Merkel muss weg, zu sehen. Bianca Budnick besuchte als Verehrerin von Jürgen Elsässer, auch die extrem rechte „Ein Prozent“- Kundgebung am 21.12.2016 in Berlin. Hier versuchten u.a. Bernd Höcke, Alexander Gauland, sowie Identitäre und AfDler nach dem terroristischen Anschlag in Berlin, die Opfer des Terrors für ihre Hetze gegen Geflüchtete zu instrumentalisieren.

Auch der folgende Protagonist, Achim Habben, entstammt den Mahnwachen für den Frieden um Lars Mährholz und war Teil der ersten rechten Abspaltung, die sich in Solidarität mit Elsässer bildeten, als dieser von der Teilnahme an den Wachen der Wahrung des linken Anscheins wegen, ausgeschlossen werden sollte. Habben schloss sich mit weiteren Mitstreitern Ende 2014 auch den Neonazi-Aufmärschen in Berlin Marzahn an, die von den Montagsmahnwachen inspiriert, sich ebenfalls jeden Montag direkt vor Geflüchtetenheimen versammelten und dort aus purem Rassismus Angst und Schrecken verbreiteten. Das Posting der Kentrail-Verschwörung zeigt Achim Habben unten in der Mitte.

++++Wahnwichtel und Rechtsradikale marschieren gemeinsam++++22.11.14 Marzahn/Hellersdorf: Mehrere hundert Rassisten…

Posted by Die Kentrail-Verschwörung on Freitag, 28. November 2014

Mittlerweile steht Iremla Mensah Schramm selbst mit einem Wokshop „Mit bunten Farben gegen braune Parolen“ auf dem Programm von Pax Terra Musica. Sie wird damit Teil einer Veranstaltung sein, die schlicht für Hass und Hetze steht und von den antisemitischen und völkischen Mahnwachen, die bis in die extreme Rechte und ins neonazistische Spektrum vernetzt sind, nicht zu trennen ist.

Wissen wer was macht: Keine Berührungsängste mit der extremen Rechten

15.04.2017 Berlin: Ostermarsch der Friko Berlin

Der Wunsch nach Frieden und die politische Forderung nach Abrüstung waren auch beim Ostermarsch 2017 die Klammer unter der sich hunderte Menschen zusammenfanden. Das Gesamtbild dieser Veranstaltung erinnerte an die Friedensdemonstrationen der 1980er Jahre und es muss festgestellt werden, dass auch die politischen Konzepte etlicher dort auftretenden Gruppen ebenfalls aus dieser Zeit stammen und mit einer emanzipatorischen Linken nichts gemein haben. Speziell soll hier ein Zusammenschluss genannt sein, den man zwar immer wieder im Kontext linker Veranstaltungen antrifft, dessen Anwesenheit aber konsequent unterbunden werden müsste. Es handelt sich hierbei um die „Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg“ und deren Frontfrau Brigitte Queck, die als „Diplomstaatswissenschaftlerin Außenpolitik“ auftritt. Dieser Titel ist auf ein Studium zurückzuführen, das sie vier Jahre lang an der „Akademie für Staat und Recht“ in Potsdam absolvierte.

Mit ziemlicher Sicherheit war dieser Titel nur in der ehemaligen DDR von Bedeutung und kann heute nur noch als Makulatur angesehen werden. Brigitte Queck hatte zuvor schon Geschichte und Russisch studiert und ist über ihre SED-Mitgliedschaft zu einer vehementen Verfechterin des „realen Sozialismus“ geworden. Sicherlich vertrat sie auch schon zum damaligen Zeitpunkt das nationalkommunistisch geprägte Politikkonzept des Antiimperialismus. Vor dem Hintergrund des Niedergangs der DDR und des „realen Sozialismus“ bewegte sie sich dann auf politisch obskure Regionen zu, in denen das Weltgeschehen mittels Verschwörungsthesen verklärt wird.  Was nun aber konkret jegliche Zusammenarbeit mit Brigitte Queck für emanzipatorische Linke, Antifaschist*innen und Antirassist*innen schlicht unmöglich macht, ist ihre fehlende Distanz zu Personen aus dem extremen rechten Spektrum.

Im Sommer 2014 nahm Brigitte Queck regelmäßig an den rechtsoffenen montäglichen Berliner Friedensmahnwachen um Lars Mährholz teil. Dort war sie in vertrauter Umgebung mit den bekannten NS-Aktivisten André Reinecke, Dirk Reinecke und Björn Brusak von der antisemitischen „Europäischen Aktion“, den damaligen NPDlerInnen Silvia Schmidt und Harald Bankel sowie dem „Querfrontnazi“ Michael Koth von der „Antiimperialistischen Plattform (AiPD)“ zu beobachten. Hiermit wird gleichzeitig der Darstellung von Pedram Shahyar, Prinz Chaos und Reiner Braun widersprochen, die bis heute behaupten, die Mahnwachen seien nur von rechts unterwandert worden. Alle diese Leute, inklusive weiterer extrem rechter VerschwörungsideologInnen und Neonazis, waren von Beginn an Teil der Mahnwachen und prägten das Gesamtbild der Veranstaltungen. Die ewige Formel „Wir sind weder links noch rechts“ war ja auch eine ausdrückliche Einladung, die von der extremen Rechten als solche verstanden und sofort angenommen wurde.

Aber zurück zu Brigitte Queck und Michael Koth: Diese eint offensichtlich ein sehr gutes Verhältnis, wie der Umstand zeigt, dass Queck zum ausgewählten Kreis der GratulantInnen des 60. Geburtstags von Michael Koth gehörte.

Brigitte Queck und Michael Koth von der „Antiimperialistischen Plattform“.

Auf der Website der „Antiimperialistischen Plattform“ war  dann nachzulesen, wie es Michael Koth sehr erfreute, dass „der revolutionäre Buchautor“, „Kämpfer und Kommunist“ Dr. Klaus Blessing (ehemaliger Staatssekretär und stellvertretender Minister für Schwer- und Maschinenbau in der DDR) sowie die „mutige Friedenskämpferin und Autorin“ Brigitte Queck von den „Müttern gegen den Krieg Berlin-Brandenburg“, an seinem Geburtstag zugegen waren. Michael Koth jedenfalls hatte seinen Geburtstag vollständig seiner politischen Mission gewidmet, so dass in dieser Geburtstagsrunde auch ein Bekenntnis zu vermeintlichen Befreiungsbewegungen abgegeben wurde und die Solidarität zu der Hamas in Palästina und den maoistischen Rebellen im indischen West-Bengalen bekundet wurde. Auch mit dem „Chefredakteur“ der patriotischen Zeitschrift „Recht und Wahrheit“ kam es zu einer „herzlichen Begegnung“, ließ es der Jubilar Michael Koth verlauten. Und damit schließt sich der Kreis, in dem Michael Koth und seine AiPD eingebettet sind. Die Zeitschrift „Recht und Wahrheit“ ist ein Projekt des NS-Aktivisten Meinolf Schönborn, dem auch rechtsterroristische Bestrebungen nachgesagt werden.

Screenshot: Antiimperialistische Plattform Deutschland zum Geburstag von Michael Koth

Brigitte Queck jedenfalls, scheint mit diesem extrem rechten Umfeld keine Probleme zu haben und man muss betonen, dass sie mit ihrer israelfeindlichen Haltung und ihrer Sympathie für autoritäre Despoten wie Putin, Assad, Gaddafi, Kim Jong-un etc. dort auch gut aufgehoben ist. Auch mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump hatte sie, ähnlich wie viele extrem rechts angehauchte FriedensaktivistInnen, ursprünglich sympathisiert.

Auf dem Berliner Ostermarsch am 15. April 2017 jedenfalls war Brigitte Queck mit ihrer Gruppe „Mütter gegen den Krieg Berlin -Brandenburg“ auch unter den Organisationen genannt, die den diesjährigen Aufruf stützten.
 Die von dieser Gruppe mitgebrachten Transparente sind schon von etlichen Querfront-Veranstaltungen bekannt. Sie waren zum Beispiel auch auf einer Veranstaltung des extrem rechten Verschwörungsideologen und Erfinders von Endgame, Frank Geppert und des Querfrontlers Stephans Steins zu sehen, die unter dem Label „Friedensbewegung Bundesweite Koordination (FbK)“ am 08.10.2016 erstmalig eine vermeintliche Friedensdemonstration durchführten. Dort waren nicht nur etliche TeilnehmerInnen der sogenannten Mahnwachen für den Frieden, die sich übrigens auch dem Ostermarsch unter dem Label „Pax Terra Musica“/ „Humanistische Friedenspartei“ angeschlossen hatten, auch Compact-Plakate waren zu sehen sowie sich der Neonazi Marc Kluge, der Antisemit Usama Zimmermann und ein Holocaustleugner problemlos anschließen konnten.

Auch auf einer Demonstration der Berliner Friedenskoordination (Friko) war Anfang des Jahres 2017 ein ähnliches Bild auszumachen. Die Demonstration sprach sich gegen die NATO-Truppenverlegung aus und war an Einseitigkeit kaum zu übertreffen. Hier trugen die „Mütter gegen Krieg Berlin-Brandenburg“ neben ihren üblichen Transparenten auch eins bei sich, das mit antisemitischen Verschwörungthesen in wenigen Worten die USA zur alleinigen Bedrohung des Weltfriedens erklärte.
Beim Berliner Ostermarsch hatten die „Mütter gegen den Krieg Berlin- Brandenburg“ ebenfalls ein antisemitisch konnotiertes Transparent bei sich. Es zeigt eine mit Stars and Stripes ausgemalte riesige Krake, die mit ihren Fangarmen die Welt bombardiert.

Dieses Transparent wurde ebenfalls schon in verschiedenen Querfrontkontexten gesichtet. Auf einer Kundgebung von Ken Jebsen am 1. Oktober 2016, um nur ein Beispiel zu nennen,  trug es der extrem rechte Verschwörungsideologe Carsten Halffter bei sich.

Wie zum Beweis ihrer dem Frieden zugeneigten Gesinnung jedenfalls, schaffte es Brigitte Queck mit ihrer Gruppe direkt im Anschluss an den Ostermarsch 2017 auf eine am Brandenburger Tor stattfindende Demonstration der Gruppe „FÜR EIN MODERNES SYRIEN UNTER BASHAR AL-ASSAD„. Sie waren damit leider nicht die einzigen Personen aus dem Umfeld des Ostermarschs, die sich am Brandenburger Tor mit Assad- und Putinfans gemein machten und sich einer zeitgleich gegen Assad demonstrierenden Gruppe syrischer Geflüchteter entgegenstellten. Auch eine Bärgida-Aktivistin, die in letzter Zeit vermehrt im Umfeld der Montags-Friedenswächter anzutreffen ist, hatte sich direkt nach dem Ostermarsch unter die Gruppe Assad-Fans gemischt.

Eindrücke vom Ostermarsch, den man als rechts durchsetzt bezeichnen kann, sind hier und hier zu finden.

Antiimperialistische 13 Uhr-Mai-Demo in Berlin Neukölln: Politsekten vereint im Hass auf Israel

Der Fall Roldán Mendívil

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„Am Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin lehrt eine Dozentin, die Israel für ein Kolonialprojekt europäischer Juden hält, den palästinensischen Terror verharmlost und auch sonst in Wort und Tat einiges unternimmt, um den jüdischen Staat zu delegitimieren. Dazu zählen unter anderem die Verteidigung einer antisemitischen Politsekte und die Beteiligung an einem Musikvideo, in dem Israel und seine Unterstützer attackiert werden“, schreibt Alex Feuerherdt am 10.01.2017 in Mena-Watch.

Gemeint ist Eleonora Roldán Mendívil, die dem BDS nahesteht und sich an der Realisierung des Musikvideos der Rapperin Thawra und ihres Kollegen Kaveh beteiligte, das sich bereits im Titel „Antideutsche/Tahya Falastin“ eindeutig positioniert.

Wir haben Roldán Mendívil nun in einem Video der Neuköllner 13:00 Uhr Demo des 1. Mai 2016 entdeckt, wo sie ein Stück der Rapperin Thawra singend und tanzend begleitet und am Beginn auch dabei zu sehen ist, wie sie lauthals eine Intifada fordert. Zu sehen ist ebenfalls, wie sich Thawra unter Jubel mit BDS und F.O.R. Palestine solidarisiert und Gewalt gegen sogenannte Antideutsche legitimiert, womit sie den schweren antisemitischen Übergriff auf eine israelsolidarische Gruppe aus den Reihen eben jener Gruppen am Abend desselben Tages fast vorwegzunehmen schien.

"Am Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin lehrt eine Dozentin, die Israel für ein Kolonialprojekt europäischer Juden hält, den palästinensischen Terror verharmlost und auch sonst in Wort und Tat einiges unternimmt, um den jüdischen Staat zu delegitimieren. Dazu zählen unter anderem die Verteidigung einer antisemitischen Politsekte und die Beteiligung an einem Musikvideo, in dem Israel und seine Unterstützer attackiert werden", schreibt Alex Feuerherdt am 10.01.2017 in Mena-Watch [1].Gemeint ist Eleonora Roldán Mendívil, die dem BDS nahesteht und sich an der Realisierung des Musikvideos der Rapperin Thawra und ihres Kollegen Kaveh beteiligte, das sich bereits im Titel „Antideutsche/Tahya Falastin“ eindeutig positioniert.Wir haben Roldán Mendívil nun in einem Video der Neuköllner 13:00 Uhr Demo des 1. Mai 2016 entdeckt, wo sie ein Stück von Thawra singend und tanzend begleitet und am Beginn auch dabei zu sehen ist, wie sie lauthals eine Intifada fordert. Zu sehen ist ebenfalls, wie sich Thawra unter Jubel mit BDS und F.O.R. Palestine solidarisiert und Gewalt gegen sogenannte Antideutsche legitimiert, womit sie den antisemitischen Übergriff auf eine israelsolidarische Gruppe aus den Reihen eben jener Gruppen am Abend desselben Tages fast vorwegzunehmen schien [2].Bei der 13:00 Uhr Mai-Demo handelte es sich insgesamt um eine äußert fragwürdige Veranstaltung, die von der ewig gestrigen antisemitischen Schlägertruppe Jugendwiderstand (JW) organisiert wurde. Diese Gruppe ist politisch bei Mao und Stalin hängengeblieben und träumt davon, einen "Volkskrieg für den Sozialismus" gegen die weltweiten Unterdrücker loszutreten. Mit der 13:00 Uhr Mai-Demo unternahmen der Jugendwiderstand den Versuch, an die Kreuzberger 13:00 Uhr Mai-Demos der 1990er Jahre anzuknüpfen, die von der berüchtigten maoistisch – stalinistisch geprägten Berliner Gruppe "Revolutionäre Kommunisten“ (RK) als Abspaltung der alljährlichen Mai Demo ausgeführt wurden. Diese Gruppe bekannte sich in den 1990er Jahren zu der peruanischen Terror-Gruppe "Der Leuchtende Pfad" und deren Führer Abimael Guzman, auch bekannt als Presidente Gonzalo. Die Gruppe begann dann auch verstärkt als Teil der weltweiten Vernetzungsorganisation „Revolutionary International Movement“ (RIM) aufzutreten, was dazu führte, dass sie bis heute verkürzt als RIM bezeichnet wird. Die Gruppe RK/RIM war in dieser Zeit für gewalttätige Übergriffe, teilweise mit Schwerverletzten, verantwortlich. Ihre Überreste findet man heute unter dem Namen „Antizionistische Aktion“.Das Motto der 2016 neu aufgelegten 13:00 Uhr Mai-Demo war in mehr oder weniger merkwürdiger Analogie zum ewigen Nazi-Motto „Deutsche wehrt euch!“, „Neuköllner wehrt euch!“. Davon angezogen wurden dann auch weitere antisemitische Politsekten, darunter die heute mit dem Jugendwiderstand zerstrittene Gruppe RIO, aber auch BDS Berlin, F.O.R. Palestine, sowie die "Antikapitalistische Nichtweiße Gruppe im Aufbau", als deren Mitglied und Rednerin Eleonora Roldán Mendívil auftrat.Zwei Fotostrecken, die den Charakter der Jugendwiderstand Mai-Demo dokumentieren, sind bei Flickr zu finden. [3] Mittlerweile hat Alex Feuerherdt auf twitter öffentlich gemacht, dass Roldán Mendívil vorerst von ihrem Lehrauftrag entbunden wurde und die Vorwürfe geprüft werden [4].Auch die Berliner Zeitung hat am 11.01.17 über den Fall Roldán Mendívil berichtet [5].[1] http://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/berlin-antiisraelische-aktivistin-als-politik-dozentin/[2] https://www.youtube.com/watch?v=f-_tWK6stMQ [3] https://www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72157667785340092/with/26223934223/ https://www.flickr.com/photos/paulhanewacker/albums/72157665598010323[4] https://twitter.com/LizasWelt/status/818770597765320708[5] http://www.berliner-zeitung.de/berlin/fu-berlin-studierende-werfen-lehrbeauftragter-antisemitismus-vor-25519448?dmcid=sm_fb_p

Gepostet von Friedensdemo-Watch am Donnerstag, 12. Januar 2017

Die 13:00 Uhr-Mai-Demo und der Jugendwiderstand

Bei der 13:00 Uhr Mai-Demo handelte es sich insgesamt um eine äußert fragwürdige Veranstaltung, die von der ewig gestrigen antisemitischen Schlägertruppe Jugendwiderstand (JW) organisiert wurde.
Diese Gruppe ist politisch bei Mao und Stalin hängengeblieben und träumt davon, einen „Volkskrieg für den Sozialismus“ und gegen die weltweiten Unterdrücker loszutreten, als deren Stellvertreter hauptsächlich Israel und die USA als die großen Feinde des hart arbeitenden Volkes herhalten müssen.

Mit der 13:00 Uhr Mai-Demo unternahm der Jugendwiderstand den Versuch, an die Kreuzberger 13:00 Uhr Mai-Demos der 1990er Jahre anzuknüpfen, die von der berüchtigten maoistisch – stalinistisch geprägten Berliner Gruppe „Revolutionäre Kommunisten“ (RK) als Abspaltung der alljährlichen Mai-Demo ausgeführt wurden. Diese Gruppe bekannte sich zu der peruanischen Terror-Gruppe „Der Leuchtende Pfad“ und deren Führer Abimael Guzman, auch bekannt als Presidente Gonzalo.

Die Revolutionären Kommunisten begannen dann auch verstärkt als Teil der weltweiten Vernetzungsorganisation „Revolutionary International Movement“ (RIM) aufzutreten, was dazu führte, dass sie bis heute verkürzt als RIM bezeichnet werden. Die Gruppe RK/RIM war in dieser Zeit für gewalttätige Übergriffe, teilweise mit Schwerverletzten, verantwortlich. Ihre Überreste findet man heute unter dem Namen „Antizionistische Aktion“ womit diese den Namen und das Programm einer neonazistischen Gruppierung der 1980er und 1990er Jahren übernommen haben. Die Antizionistische Aktion (AZA) war nämlich ein Projekt des Neonazis Michael Kühnen.

Das Motto der 2016 neu vom Jugendwiderstand aufgelegten 13:00 Uhr Mai-Demo lautete ebenfalls in merkwürdiger Analogie zum ewigen Nazi-Motto „Deutsche wehrt euch!“, „Neuköllner wehrt euch!“. Davon angezogen wurden dann auch weitere antisemitische Politsekten, darunter die heute mit dem Jugendwiderstand zerstrittene Gruppe RIO, aber auch BDS Berlin, F.O.R. Palestine, sowie die „Antikapitalistische Nichtweiße Gruppe im Aufbau“, als deren Mitglied und Rednerin Eleonora Roldán Mendívil auftrat.

Zwei Fotostrecken, die den Charakter der Jugendwiderstand Mai-Demo dokumentieren, sind bei Flickr zu finden, hier und hier.

Mittlerweile hat Alex Feuerherdt auf twitter öffentlich gemacht, dass Roldán Mendívil vorerst von ihrem Lehrauftrag entbunden wurde und die Vorwürfe geprüft werden.

Auch die Berliner Zeitung hat am 11.01.17 über den Fall Roldán Mendívil berichtet.

Jutta Ditfurth und Jürgen Elsässer verehren die antisemitische Terroristin Ulrike Meinhof

„Kolonisierung ist der Begriff für das, was die US-Besatzungsmacht nach 1945 in Westdeutschland gegen die Arbeiter durchgezogen hat (…) Die Besatzungsmacht trat der deutschen Bevölkerung in der Reeducation-Kampagne nicht anders gegenüber als kolonialistische Eroberer der autochthonen Bevölkerung eines besetzten Landes in der Dritten Welt.“
– Rote Armee Fraktion
„Mit Opferzahlen. Manchmal möglichst groß, bei anderer Gelegenheit so klein wie möglich. Als ob die Geschichte dadurch erklärbarer würde. Opfer sind Opfer und bleiben dies. Auch wenn der Betrachter mit der Manipulation dieser Zahlen seinen Standpunkt dokumentieren möchte. Das erste Schild zum Gedenken an die Toten in Auschwitz soll von der Roten Armee angebracht worden sein. Darauf waren 4 Millionen vermerkt. Der Wunsch, den Tod von Menschen so noch furchtbarer erscheinen zu lassen, muss der Vater des Gedankens jener ersten Manipulateure gewesen sein.
[…]
Dem Autor wurde in diesen Tagen ein Text zugespielt, den Ulrike Meinhof 1965 in konkret veröffentlichte. In jenem Jahr jährten sich die Bomben von Dresden zum 20. Mal. Meinhof beginnt ihren Text sehr sachlich: „Vor zwanzig Jahren, am 13. und 14. Februar 1945, in der Nacht von Fastnachtdienstag auf Aschermittwoch, ist der größte Luftangriff der alliierten Bomberkommandos im Zweiten Weltkrieg auf eine deutsche Stadt geflogen worden: Der Angriff auf Dresden. Dreimal innerhalb von 14 Stunden wurde die Stadt bombardiert.“ Um wenig später dem Leser einen kleinen Eindruck jenes Grauens zu vermitteln: „Als die englischen Bomber abflogen, hinterließen sie ein Flammenmeer, das über 80 Kilometer weit den Himmel glühend machte.“
Jeder Manipulation unverdächtig schrieb Meinhof: „Über 200 000 Menschen sind in den Flammen von Dresden umgekommen.“ Heute ein Sakrileg, damals noch völlig harmlos, zitiert die Meinhof den britischen Historiker [und späteren Holocaustleugner] David Irving: „Zum ersten Mal in der Geschichte des Krieges hatte ein Luftangriff ein Ziel so verheerend zerstört, daß es nicht genügend unverletzte Überlebende gab, um die Toten zu begraben.“
„Das Privileg, Dresden expressis verbis mit Hiroshima und Nagasaki auf eine Stufe gestellt zu haben, gebührt zwei westlichen Autoren. Axel Rodenberg, dessen Buch ‚Der Tod von Dresden‘ aus dem Jahre 1951 in der BRD die meisten Auflagen erlebte (und 1995 im Frühjahrsprogramm von Ullstein neu auftaucht) und das Geschichtsbild entscheidend prägte, verbreitete die Zahl von 350.000 bis 400.000 Opfern. [Der spätere Holocaustleugner] David Irving gibt in ‚Der Untergang Dresdens‘ (Erstauflage 1964) 135.000 an.[…]
‚Dresden ging in Schutt und Asche, zwei Jahre nachdem der Ausgang des Zweiten Weltkrieges in Stalingrad entschieden worden war‘, polemisierte Ulrike Meinhof. Sie vergaß, daß die mörderischen Angriffe der V-Waffen auf London bis März 1945 weitergingen. Sie ignorierte, daß die Arbeit der Nazis an der Atombombe bis in die letzten Kriegstage weiterging – für Harris ein wesentliches Motiv -, und daß die Stadt von erheblicher militärischer Bedeutung war. So wird Dresden im Operationsbericht des Informationsbüros der UdSSR als ‚wichtiger Stützpunkt faschistischer Verteidigung in Sachsen‘, vom Sowjetische Oberkommando als „mächtiger Verteidigungsknoten der Faschisten in Sachsen“ bezeichnet.
[…] Ulrike Meinhof bezog sich 1965 in einem Aufsatz für die ‚konkret‘ positiv auf David Irving, schlug auf dessen gefälschte Opferzahlen lässig noch einmal die Hälfte drauf (‚über 200.000‘) und kam dann zu folgendem atemberaubenden Schluß: ‚Als die deutsche Bevölkerung die Wahrheit über Auschwitz erfuhr, erfuhr die englische Öffentlichkeit die Wahrheit über Dresden. (…) In Dresden ist der Anti-Hitler-Krieg zu dem entartet, was man zu bekämpfen vorgab und wohl auch bekämpft hatte: Zu Barbarei und Unmenschlichkeit, für die es keine Rechtfertigung gibt. Wenn es eines Beweises bedürfte, daß es den gerechten Krieg nicht gibt Dresden wäre der Beweis.'“
Hier kommt der Verdacht auf, das Jürgen Elsässer heute ganz bewusst genau die Dinge erzählt und tut, die er in den Neunzigern scharf kritisiert hatte, denen er aber einige Erfolgschancen in Deutschland zurechnete. Nicht zum ersten mal, schon 2014 verglichen wir damals aktuelle Texte Elsässers mit seiner Kritik aus den Neunzigern.
Während Jürgen Elsässer es heute besser wissen müsste und sich heute im Sinne seiner Querfrontagenda ganz bewusst auf diese Apsekte der Antisemitin, Verschwörungsideologin und antiamerikanistische Befreiungsnationalistin Ulrike Meinhof bezieht, gibt es andere die einfach nicht wahrhaben wollen wo Ulrike Meinhof stand. Peter Bierl rezensierte Jutta Ditfurths Meinhofbiographie:
„Die‘ Meinhof-Biographie‘, wie es im Untertitel der Ditfurth-Schrift in aller Bescheidenheit heißt, muss erst noch geschrieben werden. Bezeichnend für die mangelnde politische Auseinandersetzung ist schon, dass das bescheidene Literaturverzeichnis kein Werk zum Thema Israel und die Linke enthält. Im Text teilt Ditfurth lapidar mit, in Teilen der neuen Linken hätten sich antisemitische Ressentiments verbreitet, als handelte es sich um einen Grippevirus. Interessant wäre zu lesen, wie Meinhof reagierte, als ein PLO-Mann den deutschen Genossen im Trainingscamp in Jordanien erklärte: ‚Hitler gut‘. Einen Funktionär der Fatah, der als Dolmetscher fungierte, stellt Ditfurth als Sohn eines ‚Helden des Aufstandes von 1936 bis 1939 gegen die britische Fremdherrschaft in Palästina und gegen die Zionisten‘ vor.
Sie schreibt nichts über die antisemitische Orientierung des Aufstands, nichts über die Kollaboration des Anführers, des berüchtigten Mufti von Jerusalem, mit den Nazis. Solche Leerstellen kontrastieren mit der akribischen Aufarbeitung der Nazivergangenheit der Meinhof-Familie. Insofern geht es um mehr als ein Heldenepos. Zum Massaker von 9/11 schrieb Ditfurth, ‚Ich gedenke heute auch der Toten in Chile von 1973‘, was nach Aufrechnung der Opfer klingt. Einen Beitrag zum Irak-Krieg 2003 leitete sie mit dem Verweis auf Israel als einziger Atomwaffenmacht des Nahen Ostens ein. Ditfurth zählt zwar immer auch den Antisemitismus auf – als Übel, das es zu bekämpfen gilt. Sie klingt dabei aber wie ein Politiker, der Problembewußtsein mimt und nicht wie jemand, der einen Begriff von Antisemitismus hätte, der heute in der Linken als Antiamerikanismus, Antiimperialismus und Israelfeindlichkeit auftritt, und in dieser Form von einer undogmatischen APO mitgeprägt wurde, in deren Tradition sie sich selbst sieht. Besserung scheint nicht zu erwarten. Ditfurths nächstes Werk heißt: ‚Rudi und Ulrike. Geschichte einer Freundschaft‘.“
„Die Meinhofbiographie von Jutta Ditfurth“ von Peter Bierl
Über Jutta Ditfurth und ihre bis heute andauernde Nähe zu einigen Antisemiten schreibt gerade der Blogger Manfred Breitenberger eine Trilogie. Die ersten beiden Teile sind online:
ditfurth-elsaesser-meinhof
Heldenbiografie mit Starschnitt einer Antisemitin und Terroristin in Anführungszeichen

BDS-Kampagne ist auch für Neonazis attraktiv

25.08.2016 BDS Berlin ruft zum Boykott von Sodastream auf

Wie wir bereits am 29.08.2016 berichteten, hat die Berliner Sektion der internationalen Kampagne „Boycott, Divestment and Sanctions“ BDS am 25.08.2016 am Alexanderplatz vor der Galeria Kaufhof erneut eine Aktion mit dem Aufruf die israelische Marke SodaStream zu boykottieren, durchgeführt. Der BDS fordert seit Jahren alles israelische und jüdische komplett zu boykottieren, sehen sie in ihrer einseitigen Logik doch in Israel einen einzigen Terrorstaat, der das Land der PalästinenserInnen raube und durch kolonialrassistische Praktiken unterdrückt halte. So wird immer wieder auch von einer Apartheidspolitik und einem Genozid am Volke der PalästinerInnen gesprochen, was schon aufgrund der wachsenden Bevölkerungszahl in der Region absurd ist. Denkt man die Logik der BDS-Forderungen zu Ende, zielt diese Kampagne in der Konsequenz auf die komplette Vernichtung des jüdischen Staates ab, weshalb der BDS nicht nur von ExpertInnen als antisemitisch klassifiziert wird, sondern auch unter PalästinenserInnen  umstritten ist. 

In der Logik des Hasses auf Israel und des offenen Antisemitismus wird BDS auch für die extreme Rechte interessant. So auch am Donnerstag bei der Boykottaktion auf dem Alexanderplatz:
Mitten unter den ca. 15 BDS-AktivistInnen befand sich auch der Neonazi Marc Kluge und hielt ein Transparent mit der Aufschrift „Ich boykottiere Israel – nicht die Juden; Rassismus tötet“ in den Händen, später war er sogar am offiziellen  Kampagnen Transparent „Boycott Sodastream“ zu sehen.
Marc Kluge wohnt seit einigen Jahren in Berlin,  ist aber ursprünglich aus Wernigerode und hat einen eindeutig neonazistischen Hintergrund.  In Wernigerode war er nicht nur jahrelang in der NS-Hardcoreszene unterwegs, er war auch Mitglied der „Jungen Nationaldemokraten“, der offiziellen Jugendorganisation der NPD.  Im Jahr 2007 ließ er sich dann zu den Kreistagswahlen in Wernigerode für die NPD als Kandidat aufstellen. Marc Kluge betreibt Kampfsport und boxte 2012 für die Sportgemeinschaft „Stahl Blankenburg“, die offensichtlich keine Probleme mit Neonazis hat und deswegen auch in der Kritik stand. Zeitweise gehörte Marc Kluge auch zur neonazistischen Security- und Ordnergruppe „Selbstschutz Sachsen-Anhalt“ (SS-SA), die schon in ihrem Namenskürzel einen deutlichen Bezug zum NS hergestellt.
Kluge ist Veganer und auch in der Tier-Rechts-Szene aktiv, die traditionell interessant für alle möglichen SchwurblerInnen, GeschichtsrevisionistInnen und AnhängerInnen des extrem rechten Spektrums ist. Als Anhänger einer Querfrontstrategie versucht er immer wieder an linke Inhalte und Symbolik anzudocken. So war er im Jahr 2009 häufiger an Aktionen der Querfront-Nazis der „Sozialrevolutionären Aktion Mitte“ (SAM) aus Sachsen-Anhalt beteiligt, einer Gruppe die zum „Netzwerk sozialistische Nation“ (NWSN) gehörte, deren Ziel der Nationale Sozialismus war.*
Am 05.09.2009 tauchte Kluge mit der Kameradschaft SAM auf einer großen Anti-Atom-Demo am Berliner Hauptbahnhof auf, sie wurden dort aber mißtrauisch beäugt und von entschlossenen Leuten weggeschickt. Da am gleichen Tag auch Jürgen Elsässer in Berlin-Mitte eine Anti-EU-Demo veranstaltete, schlossen sie sich dann dort an. Thematisch waren sie dort auch besser aufgehoben, denn Elsässers Fixierung auf den Nationalstaat und seine Ablehnung eines „internationalen Finanzkapitals“ sind grundsätzlich eine Einladung für NationalistInnen und AntisemitInnen jeglicher Couleur [1].
Charakteristisch für die von Kluge propagierte völkisch, rassistische Querfront ist ein Ideologie-Mix aus nationalrevolutionären/nationalbolschewistischen Klassikern, Marx, Lenin und Anarchosyndikalismus, gepaart mit Argumenten des linken NSDAP-Flügels. Mit diesem Ideologie-Mix im  Hinterkopf versucht der gefestigte Neonazi Marc Kluge immer wieder an vermeintlich linke, rechtsoffene  antiimperialistische Veranstaltungen und Veranstaltungen der  Bürger*innenprotestbewegungen anzudocken. 

Am 12.01.2013 beteiligte sich Marc Kluge dann wiederum am neonazistischen „Trauermarsch“ in Magdeburg, der seit 1999 anlässlich der Bombardierung der Stadt vom 16.01.1945 jährlich stattfindet.
Seitdem Kluge nun in Berlin lebt, ist er auch dort immer wieder mal auf vermeintlich linken Veranstaltungen zu sehen. Beispielsweise trat er am 11.07.2014 auf einer Pro-Palästina-Kundgebung  neben Annette Groth (Die Linke) mit einer eigenen Rede auf. Unter anderen sagte er dort bereits in absoluter Analogie auf die BDS-Kampagne: „Hiermit rufe ich zum Boykott aller israelischen Produkte auf und zum Boykott all derer Konzerne, die diese Aggressionspolitik der israelischen Regierung unterstützen.“
Einen Monat später, am 30.08.2014, war er dann mit zwei Akteuren seiner Kameradschaft mit einem eigenen Transparent auf der „Freiheit statt Angst“- Demo zu sehen.

 

0279 KopieAm 31.10.2015 dann veranstaltete der „Verband Syrischer Studenten in Deutschland“ eine „Demonstration zur Unterstützung der Syrischen Arabischen Republik und der Russischen Föderation im Kampf gegen Terrorismus in Syrien“. Unter den 300 TeilnehmerInnen war auch Marc Kluge am Transparent der „Antiimperialistischen Aktion“ auszumachen.

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Am 16.12.2015 wiederum trat Kluge dann in Oranienburg zum Jahrestag des rassistischen „Abendspaziergangs Nein-zum-Heim“ als Redner auf. In Wernigerode ist Kluge derzeit zudem aktiv bemüht eine Anti- TTIP Demo zu installieren und auszurichten.
Wenn man sich noch einmal vor Augen führt, wie unnachgiebig die BDSlerInnen ihren Israelhass ausleben und propagieren, ist es wenig erstaunlich, dass nun auch Neonazis durch diese offene Tür des Antisemitismus eintreten. 
Vor diesem Hintergrund ist der Beschlusses linker Gruppen, wie z.B. Interventionistische Linke, BDS und andere antisemitische Gruppen im Vorbereitungsbündnis zur „Revolutionären 1. Mai-Demonstration“ in Berlin aufzunehmen, noch krasser zu werten. Die Blindheit für Antisemitismus und einem damit verbundenen regressiven Antikapitalismus in linken Gruppen fungiert als Schnittstelle ins offen nationalistische Lager und lädt Neonazis geradezu ein.

*Um Irritationen zu vermeiden sei an dieser Stelle bemerkt, dass SAM und NWSN nicht mehr aktiv sind und sich aufgelöst haben.

Das hässliche Gesicht des BDS

25.08.2016 BDS Berlin ruft zum Boykott von Sodastream auf

Am Donnerstag, den 25.08.2016, rief BDS Berlin zu einer Boykott-Aktion gegen die Marke SodaStream vor der Galeria Kaufhof am Alexanderplatz in Berlin auf. Mit Trommelwirbel versuchten die Aktivisten die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich zu ziehen, um ihnen Flugblätter in die Hände zu drücken, die die Marke als kolonialrassistisch verunglimpften.
Insgesamt fanden sich in etwa 15 Aktivisten vor der Galeria ein und hielten den Passanten Schilder mit verschiedenen Aufschriften, wie zum Beispiel „Apartheid und Landraub – Made in Israel – darf sich nicht lohnen; boykottiert SodaStream“ entgegen. Auch ein Transparent, auf dem zu lesen war, „Ich boykottiere Israel – nicht die Juden; Rassismus tötet“ war vorhanden.
Gegenüber dieser Kundgebung hatte sich eine israelsolidarische Gruppe eingefunden, deren Teilnehmer in Einzelaktionen in das Kaufhaus liefen, um gut sichtbar mit Produkten von SodaStream das Kaufhaus wieder zu verlassen.
Während der Veranstaltung kam es zu mehreren Zwischenfällen: Zwei Teilnehmer der Boykott-Aktion positionierten sich genau vor die israelsolidarische Gruppe und riefen ihnen immer wieder „Kindermörder“, „Faschisten“ und „Hurensöhne“ zu, während sie die Distanz zu ihnen immer weiter verringerten. Als sie sich ihnen bis auf ein paar Armlängen genähert hatten, schritt die Polizei dazwischen und forderte sie auf, wieder in ihre Reihen zurückzukehren.
Daneben probierten zwei jüngere Teilnehmer eine kleine Fahne Israels anzuzünden, was aber aufgrund der Windverhältnisse und der zu kleinen Flamme nicht funktionieren wollte. Nach mehreren erfolglosen Versuchen zerrissen sie das Fähnchen, um die Einzelstücke der Gegengruppe vor die Füße zu werfen.“
Update: Mittlerweile konnten wir feststellen, dass sich dem Boykottaufruf auch ein Neonazi angeschlossen hatte. Dazu hier mehr.

25.08.2016 BDS Berlin ruft zum Boykott von Sodastream auf

Der BDS ist eine Internationale Kampagne, die zum grundlegenden Boykott Israels, seinen BürgerInnen und VertreterInnen aufruft. Wenn in der Agenda des BDS auch beschönigend von einem Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge die Sprache ist, geht es ihnen einzig und allein um die Zerschlagung des „zionistischen Staates“. Rhetorisch greift BDS auf Umwegskommunikation zurück. Dabei wird auch ein verkürzter Antikapitalismus bedient, der sich auf antisemitische Stereotype stützt. Doppelstandards und eine geradezu perfide Fokussierung auf Israel als den Terrorstaat schlechthin, sind kennzeichnend. Insgesamt bezieht sich der BDS auf die erfolgreiche Anti-Apartheid-Kampagne gegen Südafrika und konstruiert zur eigenen Legitimierung einen unzulässigen Vergleich zwischen dem damaligen Südafrika und der heuten Situation in Israel/Palästina. Samuel Salzborn stellt außerdem fest, dass BDS die NS-Parole „Kauft nicht beim Juden“ mit dem Ersatz Israel reaktiviere. Betroffen von Boykottaktionen des BDS sind daher immer wieder auch jüdische Künstler*innen, Sportler*innen und Wissenschaftler*innen.
Das hässliche Gesicht der BDS-Kampagne wurde auch am Donnerstag in Berlin wieder sichtbar. Sowohl die Männer, die die israelsolidarische Gruppe mit „Kindermörder“ beschimpften, als auch die Jungs, die versuchten das kleine Fähnchen anzuzünden, wurden nach ihren Aktionen in den Reihen der BDS-Aktivisten mit Lachen empfangen.

Lesenswert zum BDS: Israel-Boykott/ Einladung zum Hass in der FAZ

25.08.2016 BDS Berlin ruft zum Boykott von Sodastream auf

25.08.2016 BDS Berlin ruft zum Boykott von Sodastream auf

25.08.2016 BDS Berlin ruft zum Boykott von Sodastream auf

 

Weitere Bilder finden können hier eingesehen werden

#BDS #ForPalestine #Dror Dayan und #BerlinAgainstPinkwashing

*#BDS #ForPalestine #BerlinAgainstPinkwashingWie bereits berichtet versuchte zum Beginn der diesjährigen Berliner Christopher-Street-Day Parade eine Gruppe, die sich selbst "Berlin Against Pinkwashing" nennt, die Ansprache des Gesandten der israelischen Botschaft zu verhindern [1].Über die missglückte Störaktion beim Berliner CSD schrieb Markus Bernhardt in der Jungen Welt: "Zu unschönen Szenen kam es unterdessen am Rande einer Protestaktion des Zusammenschlusses "Berlin gegen Pinkwashing", der maßgeblich von linken, aus Israel stammenden Lesben und Schwulen initiiert wurde [2].Dieser Darstellung muss man widersprechen, denn unter den Teilnehmer*innen dieser Aktion befanden sich zahlreiche Aktivist*innen der Gruppen F.O.R. Palestine und aus dem Umfeld des BDS-Berlin.Seit Monaten schon greifen diese Leute mit ihrer antizionistischen Propaganda Menschen an, die sich gegen Antisemitismus und für Israel einsetzen. Dabei schrecken diese Gruppierungen auch vor körperlicher Gewalt nicht zurück. Als eine anführende Person gegen den Berliner CSD fiel neben einigen anderen Aktivisten aus diesem Spektrum auch der Filmemacher Dror Dayan auf.Dror Dayan ist Anmelder der israelfeindlichen Website F.O.R. Palestine und Gründungsmitglied selbiger Initiative. Er ist mit seinen Leuten immer wieder Teil von Aktionen, die Hass auf Israel schüren. So nahm er beispielsweise am 23. August 2014 an einer antisemitischen Islamisten-Demonstration anlässlich des Gazakonflikts teil (siehe Video: min. 00:20 – 00:32 & min. 01:04-01:14). Bei diesem Aufmarsch, der von der Salafistencrew um den früheren Terroristen und heutigen Salafisten Bernhard Falk [3] "angeführt" wurde, riefen die Teilnehmenden immer wieder antisemitische Parolen, wie z.B. "Kindermörder Israel", "Babymörder Israel", etc. Weder diese noch die judenfeindlichen Kreidemalereien (Davidstern = Mörder, Teufelsgesicht mit Davidstern, Kindermörder Israel) der Demonstrant*innen hielten Dror Dayan, der sich selbst wohl als Linker betrachtet, davon ab, sich diesem Aufmarsch anzuschließen.Ignoranz und Verharmlosung scheinen bei Dayan Programm zu sein.Über die Männer, die vor der Berliner Aufführung seines Films im Kino Moviemento am 4.3.2016 an einer antisemitischen Kundgebung teilnahmen und später den "Deutschen Gruß" zeigten, sagte er ausweichend: "Das wurde unserer Veranstaltung zugerechnet, war aber eindeutig nicht vor dem Kino." [4]Benjamin Netanyahu nannte Dror Dayan auf einer Kundgebung am 21. Oktober 2015 via Plakat einen Kriegsverbrecher und Holocaustleugner [5]. Jenseits dessen, dass sich eine solche Behauptung wahrscheinlich an der Grenze zur Strafbarkeit bewegt – Dayan wurde bei diesem Protest in Gewahrsam genommen – stellt sich der Filmemacher mit seinen Aussagen in eine Reihe mit den Hetzreden von offen rechten Vertretern. Ihre Schnittmengen liegen in dem auf Umwegkommunikation ausgelegten anti-israelischem bzw. anti-zionistischem Antisemitismus, der in Wahrheit Juden und Judentum meint. Besonders deutlich wird dies, wenn beispielsweise Curd Schumacher, Redner bei diversen rechten Demonstrationen nicht mehr vom "jüdischen Großkapital", sondern vom "internationalen zionistischen Großkapital" spricht [6].[1] https://www.facebook.com/friedensdemowatch/videos/1072451079475814/[2] http://www.jungewelt.de/2016/07-25/015.php[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Falk_(AIZ)[4] Interview mit Dror Dayan, erschienen jeweils am 09.03.2016 in „Klasse gegen Klasse“ und in „Die Freiheitsliebe“, so viel dazu! [5] siehe den angehängten 1. Kommentar in diesem Posting: https://www.facebook.com/friedensdemowatch/videos/1072972176090371/?comment_id=1073052652748990&comment_tracking=%7B%22tn%22%3A%22R%22%7D[6] https://www.facebook.com/friedensdemowatch/videos/1033375390050050/

Gepostet von Friedensdemo-Watch am Mittwoch, 27. Juli 2016


Wie bereits berichtet versuchte zum Beginn der diesjährigen Berliner Christopher-Street-Day Parade eine Gruppe, die sich selbst „Berlin Against Pinkwashing“ nennt, die Ansprache des Gesandten der israelischen Botschaft zu verhindern.

Über die missglückte Störaktion beim Berliner CSD schrieb Markus Bernhardt in der Jungen Welt:

Zu unschönen Szenen kam es unterdessen am Rande einer Protestaktion des Zusammenschlusses „Berlin gegen Pinkwashing“, der maßgeblich von linken, aus Israel stammenden Lesben und Schwulen initiiert wurde.

Dieser Darstellung muss man laut widersprechen, denn unter den Teilnehmer*innen dieser Aktion befanden sich zahlreiche Aktivist*innen aus dem Umfeld der Israel-Boykottbewegung, insbesondere F.O.R. Palestine und BDS-Berlin.

Seit Monaten schon greifen diese Leute mit ihrer antizionistischen Propaganda Menschen an, die sich gegen Antisemitismus und für Israel einsetzen. Dabei schrecken diese Gruppierungen auch vor körperlicher Gewalt nicht zurück. Als eine anführende Person gegen den Berliner CSD fiel neben einigen anderen Aktivist*innen aus diesem Spektrum auch der Filmemacher Dror Dayan auf.

Dror Dayan, der selbst Jude ist und auf groteske Art und Weise meint, eine Deutungshoheit zu besitzen, die für alle Juden gilt, ist Anmelder der israelfeindlichen Website F.O.R. Palestine und Gründungsmitglied selbiger Initiative. Er ist mit seinen Leuten immer wieder Teil von Aktionen, die Hass auf Israel schüren. So nahm er beispielsweise am 23. August 2014 an einer antisemitischen Islamisten-Demonstration anlässlich des Gazakonflikts teil (siehe im obigen Video: min. 00:20 – 00:32 & min. 01:04-01:14). Bei diesem Aufmarsch, der von der Salafistencrew um den früheren Terroristen und heutigen Salafisten Bernhard Falk „angeführt“ wurde, riefen die Teilnehmenden immer wieder antisemitische Parolen, wie z.B. „Kindermörder Israel“, „Babymörder Israel“, etc. Weder diese noch die judenfeindlichen Kreidemalereien (Davidstern = Mörder, Teufelsgesicht mit Davidstern, Kindermörder Israel, siehe Video) der Demonstrant*innen hielten Dror Dayan, der sich selbst wohl als Linker betrachtet, davon ab, sich diesem Aufmarsch anzuschließen.

Ignoranz und Verharmlosung scheinen bei Dror Dayan Programm zu sein.
Über die Männer, die vor der Berliner Aufführung seines Films im Kino Moviemento am 04.03.2016 an einer antisemitischen Kundgebung teilnahmen und später den „Hitlergruß“ zeigten, sagte er im Interview mit Wladek Flakin (Klasse gegen Klasse/ RIO) ausweichend:

Das wurde unserer Veranstaltung zugerechnet, war aber eindeutig nicht vor dem Kino.

Benjamin Netanyahu nannte Dror Dayan auf einer Kundgebung am 21. Oktober 2015 via Plakat einen Kriegsverbrecher und Holocaustleugner.


Jenseits dessen, dass sich eine solche Behauptung wahrscheinlich an der Grenze zur Strafbarkeit bewegt – Dayan wurde bei diesem Protest in Gewahrsam genommen – stellt sich der Filmemacher mit seinen Aussagen in eine Reihe mit den Hetzreden von offen rechten Vertretern. Ihre Schnittmengen liegen in dem auf Umwegkommunikation ausgelegten anti-israelischem bzw. anti-zionistischem Antisemitismus, der in Wahrheit Juden und Judentum meint. Besonders deutlich wird dies, wenn beispielsweise Curd Schumacher, Redner bei diversen rechten Demonstrationen nicht mehr vom „jüdischen Großkapital“, sondern vom „internationalen zionistischen Großkapital“ spricht.

Neues von Curd Schumacher und Martin LejeuneEs beginnt mit einem Motivationsmonolog und einem Vergleich zwischen der Nazizeit und der BRD .. Resultat: Adolf war kein Diktator sondern das "BRD-Regime" ist eine Diktatur. Warum? Weil es bei Adolf keine Zwangsabgaben (GEZ) gab. Ab Minute ca 8:10 benennt er auch die Verursacher des ganzen. Merkel und Gabriel sind keine Diktatoren sondern:>>Das Diktator ist das internationale, zionistische Großkapital, was die ganze Welt in seine klauen bekommen will, die schon so oft zitierte New World Order, die neue Weltordnung.. Und die neue Weltordnung und die Führungsmacht der neuen Weltordnung sind die Vereinigten Staaten von Amerika.Und, was sehr interessant ist, wenn ich mal den Ministerpräsidenten Netanjahu des Staates Israel zitieren darf oder in dem Fall "muss", dann wird die Sache noch viel klarer.. denn der Netanjahu hat gesagt "Jeder Mann weiß das wir, das jüdische Volk, das politische System der vereinigten Staaten von Amerika kontrollieren. Amerika gehört faktisch dem jüdischen Volk<<[1]Im Anschluss empfiehlt er, dass man sich von der "Fremdherrschaft" befreit und nimmt Anlehnung an die Napoleonischen Befreiungskriege wo sich "Deutschland von den Usurpatoren" befreit hat. Im zweiten Teil nimmt er einen Geschichtsrevisionistischen Exkurs auf und fabuliert dass der Anschlag an Herrn von Rath und die daraus folgende Reichspogromnacht aufgrund des Anschlags des jüdischen Helden berechtigt gewesen wäre. Kürzlich wurde Schuhmacher in verschiedenen Medien thematisiert, da der ehemalige(?) Pegidaredner sich von Salafisten finanziell unterstützen ließ. So z.B. Silvio Duwe in der VICE:>>Gemeinsame Feindbilder sind etwas ungemein Praktisches: Sie können Gegensätze vereinen, die vorher unvereinbar schienen. Derzeit formiert sich auf dieser Grundlage ein ganz spezielles Bündnis: Rechtsextreme, Vertreter der verschwörungsideologischen sogenannten "Neuen Friedensbewegung"—und Salafisten.Das ist auf den ersten Blick ziemlich überraschend, weil sich zum Beispiel Pegida ausdrücklich gegen die "Islamisierung des Abendlandes" richtet. Aber wenn man ein bisschen genauer hinschaut, finden sich doch Gemeinsamkeiten: Der gemeinsame Feind all dieser Splittergruppen ist der Westen—allen voran die gern dämonisierten USA und natürlich die Zionisten. Vielen Rechtsextremen ist das Bündnis jedoch—gelinde gesagt—noch nicht ganz geheuer.Für große Aufregung in der rechten Szene sorgt derzeit ein denkwürdiges Zusammentreffen zwischen Curd Schumacher—einem Pegida-Redner, der sich auf YouTube "Volxtribun" nennt und als "böser Mann" seinen Hass in die Welt schreit, und einem gewissen Abu Rahma—von der vom Verfassungsschutz beobachteten salafistischen Organisation "Ansaar International".<<[2]Oder auch der Blog Sechel:>> Die inhaltlichen Überschneidungen faschistischer Ideologien scheint wenig überraschend. Der Querfrontler Jörg Cölsmann spielt dabei eine entscheidene Rolle als Vermittler. Jörg Cölsmann veranstaltete 2015 noch die Mahnwachen vor dem Hauptbahnhof in Düsseldorf. Dort bediente er diverse Verschwörungstheorien und antisemitischen Ressentiments. Unter anderem fiel er auch durch eine besondere Agressiveität auf, als er innerhalb seiner Kundgebung Israel-Fahnen vorfand. Jörg Cölsmann besuchte in der vorherigen Woche auch bereits eine Pegida NRW Demonstration.<<[3]Auf unserer Seite war Schuhmacher zuletzt Thema als der sich links verortende Journalistendarsteller Martin Lejeune sich mit ihm auf einer rechtsextremen Demo ablichten ließ und im Nachhinein behauptete nicht gewusst zu haben, wer Schuhmacher sei[4] – Schuhmacher sollte eigentlich auf eben jener Demo reden, wurde aber wegen der Slafisten ausgeladen[5]. Übrigens ist eben dieser Martin Lejeune genauso wie vor einigen Monaten schon der zuvor genannte Jörg Cölsmann mit der ebenfalls schon genannten Organisation Ansaar kürzlich nach Syrien gereist[6][7].[1] Das ganze Video auf seinem Youtubekanal (Dauer: 20min): https://www.youtube.com/watch?v=vcA73jFan8k[2] http://www.vice.com/de/read/erleben-wir-gerade-ernsthaft-eine-fusion-zwischen-pegida-und-salafisten[3] http://www.sechel.it/curd-schumacher-erfaehrt-finanzielle-unterstuetzung-von-salafistinnen/[4] https://www.facebook.com/friedensdemowatch/photos/a.644425858945007.1073741828.644416022279324/1027440270643562/?type=3[5] https://www.facebook.com/720846904680002/photos/a.763622840402408.1073741831.720846904680002/939097302854960/?type=3[6] http://archive.is/fntkt[7] https://www.facebook.com/friedensdemowatch/videos/873356899385234/

Gepostet von Friedensdemo-Watch am Freitag, 20. Mai 2016