Falsche Friedensfreunde

Am Samstag den 14. April fand in Berlin eine Kundgebung gegen einen Krieg in Syrien statt, die von der Gruppe „Für ein modernes Syrien unter Bashar Al-Assad“ ausgeführt wurde. Diese positionierte sich einseitig und sah die Aggressoren im Syrienkrieg alleine im Westen, ganz so als sei Syrien vorher nicht von Bombardierungen ziviler Ziele durch das Regime Assad und der russischen Luftwaffe betroffen gewesen, als sei es nicht zum Aushungern ganzer Städte gekommen oder als hätte das Regime Assad nicht wiederholt die Bevölkerung mit chemischen Waffen attackiert. Nein, diese Vorgänge werden von den Teilnehmer*innen negiert und zum Teil einer vom Westen gesteuerten Lügenpresse erklärt.

Diese Kundgebung, die am Brandenburger Tor vor der Botschaft der USA stattfand, erhielt Unterstützung von Gestalten des rechtsradikalen Flügels der Mahnwachen, die seit längerem schon gute Kontakte zu Neonazis und Nationalist*innen pflegen, wie zum Beispiel Bärgida, Teilen des „Wir für Deutschland“- Bündnisses um den Marzahner Neonazi Enrico Stubbe, Holocaustleugnern, wie dem NS-Fan Enrico Bohnet, oder eben auch zu russischen Nationalisten wie den Nachtwölfen und ihrem Anführer Alexander Sergejewitsch Saldostanow, der den Spitznamen „der Chirurg“ zu tragen pflegt.

So fanden sich bei bestem Wetter gut gelaunt Bianca Budnick, Hagen Schütte, Gerald Hägele, Oleg Muzyka, sowie Paula P’Cay ein, eine enge Freundin des Pax Terra-Machers Malte Klingauf und Vorstandsfrau der Humanistischen Friedenspartei, die seit kurzem auch als Moderatorin für RT-Deutsch auftritt. Der enge Partner von Irmela Mensah Schramm, Mathias Tretschog, ein Querfrontler, der kritische Journalist*innen wiederholt mit der SA gleichsetzt und mit Anzeigen bedroht, solidarisierte sich via Facebook mit dieser Veranstaltung.

#Berlin #Deutschland #USA #Syrien 14.04.2018 – Berlin – US-BotschaftImpressionen Hände weg von Syrienhttps://www.facebook.com/events/1203346469801251/

Gepostet von Mathias Tretschog am Samstag, 14. April 2018

Als Redner trat hier nicht nur der in der DDR hängengebliebene ehemalige SED-Funktionär Lothar Häupl auf, sondern auch der Antisemit Said Dudin. Said Dudin ist ein in Berlin lebender und umtriebiger Araber, der bereits 1970 Mitgliedern der RAF die Reisen nach Jordanien organisierte, wo diese sich für den Guerilla-Kampf ausbilden ließen. Er hatte enge Kontakte sowohl zur Stasi als auch zum KGB [1]. Heute tritt Dudin auf Querfrontveranstaltungen auf und fällt insbesondere durch offenen Antisemitismus auf. Im Juli 2012 trat er bei Compact Live auf und referierte zum Thema „Syrien vor der Invasion?“. Im Oktober 2016 war er Hauptredner auf der Querfront-Friedensdemo des Geppert/Steins-Bündnisses „Friedensdemo Bundesweite Koordination“, auf der neben antisemitischen Parolen auch eine Intifada glorifiziert wurde. Teilnehmer*innen warben hier nicht nur für die Compact, mitlaufen durfte auch der Antisemit Usama Zimmermann, wie auch der mittlerweile als Volkslehrer bekannte Nikolai Nerling. Mit selbstgebastelten Schildern warb dieser hier nicht nur für die Abschaffung von § 130 StGB Volksverhetzung, sondern erklärte den Holocaust auch zu einer „Geschichte voller Lügen“. Mittlerweile ist Nerling in der NS-Szene angekommen und engagiert sich propagandistisch für Holocaustleugner*innen, wie Haverbeck oder Gerhard Ittner, die er zu vom System gejagten Opfern erklärt.

Eine weitere Friedensdemo, auf der Dudin nicht fehlen durfte, fand am 1. April 2017 statt und stand im Zeichen gegen einen Krieg im Jemen. Auch hier nahmen Mahnwächter*nnen, wie Schütte und Budnick teil, die eine Bärgida-Aktivistin im Schlepptau hatten. Auch hier war offener Antisemitismus zentral. Neben Dudin trat auf der Abschlusskundgebung auch Jürgen Grassmann auf, der Kopf des jährlichen Berliner AlQuds-Marsch,  sowie die Vorsitzende der nationalistischen Kleinstpartei „Bürgerrechtsbewegung Solidarität“ (BÜSo), Elke Fimmen, die für das zur BÜSo gehörende Schiller-Institut sprach; einem eingetragenen Verein mit Sitz in Hannover, der zu der rechtsoffenen, antisemitischen und verschwörungsideologischen Lyndon LaRouche-Politsekte gehört.

Antisemitische Rede von Jürgen Grassmann am 1.April 2017

Am 01.04.2017 sprach Jürgen Grassmann – Veranstalter des jährlichen Al-Quds Marsches- auf einer Kundgebung in Berlin, die sich unter dem Motto "Stop the Saudi war on Yemen" gegen die Saudischen Angriffe auf die Huthi-Rebellen richtete. Wir dokumentieren Ausschnitte aus seiner Rede, in der er nicht nur Medien vorwarf, Tatsachen zu verschleiern, sondern insbesondere behauptete, Israel wolle die Welt beherrschen und stifte aus purem Vernichtungswillen und "teuflischen Machenschaften" heraus, Kriege an. Organisiert wurde die Demonstration, die am Potsdamer Platz startete und zum Brandenburger Tor lief, von jemenitsch/schiitischen Huthi, die auch den Großteil der ca.100 Teilnehmer ausmachten. Da die Mobilisierung aber auch über das Querfrontblatt "Rote Fahne" von Stephan Steins und der Antiimperialistischen Aktion erfolgte, konnten auch Nazi-Wichtel und selbsternannte Friedensaktivisten erreicht werden, unter ihnen war auch eine Aktivistin des Berliner Pegida-Ablegers Bärgida. Neben Jürgen Grassman sprachen noch der Palästinenser Said Dudin, sowie Elke Fimmen (BÜSO), die das Schiller-Institut vertrat, einem eingetragenen Verein, der zur LaRouche-Sekte gehört. Dokumentierende Fotos und eine ausführliche Beschreibung zur Veranstaltung findet ihr hier:https://www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72157680459937800

Gepostet von Friedensdemo-Watch am Sonntag, 2. April 2017

Die „Friedensdemo“ vom 14. April jedenfalls blieb nicht ohne Widerspruch. Von hiesigen Friedensaktivist*innen ungerührt wahrgenommen, hatten sich in der Nähe der Veranstaltung junge Syrer*innen positioniert, in ihrer Mehrheit Geflüchtete, die sich empört über diese eindimensionale Veranstaltung zeigten.

Quelle der Bilder: Bianca Budnick

Antiimperialistische 13 Uhr-Mai-Demo in Berlin Neukölln: Politsekten vereint im Hass auf Israel

Der Fall Roldán Mendívil

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„Am Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin lehrt eine Dozentin, die Israel für ein Kolonialprojekt europäischer Juden hält, den palästinensischen Terror verharmlost und auch sonst in Wort und Tat einiges unternimmt, um den jüdischen Staat zu delegitimieren. Dazu zählen unter anderem die Verteidigung einer antisemitischen Politsekte und die Beteiligung an einem Musikvideo, in dem Israel und seine Unterstützer attackiert werden“, schreibt Alex Feuerherdt am 10.01.2017 in Mena-Watch.

Gemeint ist Eleonora Roldán Mendívil, die dem BDS nahesteht und sich an der Realisierung des Musikvideos der Rapperin Thawra und ihres Kollegen Kaveh beteiligte, das sich bereits im Titel „Antideutsche/Tahya Falastin“ eindeutig positioniert.

Wir haben Roldán Mendívil nun in einem Video der Neuköllner 13:00 Uhr Demo des 1. Mai 2016 entdeckt, wo sie ein Stück der Rapperin Thawra singend und tanzend begleitet und am Beginn auch dabei zu sehen ist, wie sie lauthals eine Intifada fordert. Zu sehen ist ebenfalls, wie sich Thawra unter Jubel mit BDS und F.O.R. Palestine solidarisiert und Gewalt gegen sogenannte Antideutsche legitimiert, womit sie den schweren antisemitischen Übergriff auf eine israelsolidarische Gruppe aus den Reihen eben jener Gruppen am Abend desselben Tages fast vorwegzunehmen schien.

"Am Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin lehrt eine Dozentin, die Israel für ein Kolonialprojekt europäischer Juden hält, den palästinensischen Terror verharmlost und auch sonst in Wort und Tat einiges unternimmt, um den jüdischen Staat zu delegitimieren. Dazu zählen unter anderem die Verteidigung einer antisemitischen Politsekte und die Beteiligung an einem Musikvideo, in dem Israel und seine Unterstützer attackiert werden", schreibt Alex Feuerherdt am 10.01.2017 in Mena-Watch [1].Gemeint ist Eleonora Roldán Mendívil, die dem BDS nahesteht und sich an der Realisierung des Musikvideos der Rapperin Thawra und ihres Kollegen Kaveh beteiligte, das sich bereits im Titel „Antideutsche/Tahya Falastin“ eindeutig positioniert.Wir haben Roldán Mendívil nun in einem Video der Neuköllner 13:00 Uhr Demo des 1. Mai 2016 entdeckt, wo sie ein Stück von Thawra singend und tanzend begleitet und am Beginn auch dabei zu sehen ist, wie sie lauthals eine Intifada fordert. Zu sehen ist ebenfalls, wie sich Thawra unter Jubel mit BDS und F.O.R. Palestine solidarisiert und Gewalt gegen sogenannte Antideutsche legitimiert, womit sie den antisemitischen Übergriff auf eine israelsolidarische Gruppe aus den Reihen eben jener Gruppen am Abend desselben Tages fast vorwegzunehmen schien [2].Bei der 13:00 Uhr Mai-Demo handelte es sich insgesamt um eine äußert fragwürdige Veranstaltung, die von der ewig gestrigen antisemitischen Schlägertruppe Jugendwiderstand (JW) organisiert wurde. Diese Gruppe ist politisch bei Mao und Stalin hängengeblieben und träumt davon, einen "Volkskrieg für den Sozialismus" gegen die weltweiten Unterdrücker loszutreten. Mit der 13:00 Uhr Mai-Demo unternahmen der Jugendwiderstand den Versuch, an die Kreuzberger 13:00 Uhr Mai-Demos der 1990er Jahre anzuknüpfen, die von der berüchtigten maoistisch – stalinistisch geprägten Berliner Gruppe "Revolutionäre Kommunisten“ (RK) als Abspaltung der alljährlichen Mai Demo ausgeführt wurden. Diese Gruppe bekannte sich in den 1990er Jahren zu der peruanischen Terror-Gruppe "Der Leuchtende Pfad" und deren Führer Abimael Guzman, auch bekannt als Presidente Gonzalo. Die Gruppe begann dann auch verstärkt als Teil der weltweiten Vernetzungsorganisation „Revolutionary International Movement“ (RIM) aufzutreten, was dazu führte, dass sie bis heute verkürzt als RIM bezeichnet wird. Die Gruppe RK/RIM war in dieser Zeit für gewalttätige Übergriffe, teilweise mit Schwerverletzten, verantwortlich. Ihre Überreste findet man heute unter dem Namen „Antizionistische Aktion“.Das Motto der 2016 neu aufgelegten 13:00 Uhr Mai-Demo war in mehr oder weniger merkwürdiger Analogie zum ewigen Nazi-Motto „Deutsche wehrt euch!“, „Neuköllner wehrt euch!“. Davon angezogen wurden dann auch weitere antisemitische Politsekten, darunter die heute mit dem Jugendwiderstand zerstrittene Gruppe RIO, aber auch BDS Berlin, F.O.R. Palestine, sowie die "Antikapitalistische Nichtweiße Gruppe im Aufbau", als deren Mitglied und Rednerin Eleonora Roldán Mendívil auftrat.Zwei Fotostrecken, die den Charakter der Jugendwiderstand Mai-Demo dokumentieren, sind bei Flickr zu finden. [3] Mittlerweile hat Alex Feuerherdt auf twitter öffentlich gemacht, dass Roldán Mendívil vorerst von ihrem Lehrauftrag entbunden wurde und die Vorwürfe geprüft werden [4].Auch die Berliner Zeitung hat am 11.01.17 über den Fall Roldán Mendívil berichtet [5].[1] http://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/berlin-antiisraelische-aktivistin-als-politik-dozentin/[2] https://www.youtube.com/watch?v=f-_tWK6stMQ [3] https://www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/albums/72157667785340092/with/26223934223/ https://www.flickr.com/photos/paulhanewacker/albums/72157665598010323[4] https://twitter.com/LizasWelt/status/818770597765320708[5] http://www.berliner-zeitung.de/berlin/fu-berlin-studierende-werfen-lehrbeauftragter-antisemitismus-vor-25519448?dmcid=sm_fb_p

Gepostet von Friedensdemo-Watch am Donnerstag, 12. Januar 2017

Die 13:00 Uhr-Mai-Demo und der Jugendwiderstand

Bei der 13:00 Uhr Mai-Demo handelte es sich insgesamt um eine äußert fragwürdige Veranstaltung, die von der ewig gestrigen antisemitischen Schlägertruppe Jugendwiderstand (JW) organisiert wurde.
Diese Gruppe ist politisch bei Mao und Stalin hängengeblieben und träumt davon, einen „Volkskrieg für den Sozialismus“ und gegen die weltweiten Unterdrücker loszutreten, als deren Stellvertreter hauptsächlich Israel und die USA als die großen Feinde des hart arbeitenden Volkes herhalten müssen.

Mit der 13:00 Uhr Mai-Demo unternahm der Jugendwiderstand den Versuch, an die Kreuzberger 13:00 Uhr Mai-Demos der 1990er Jahre anzuknüpfen, die von der berüchtigten maoistisch – stalinistisch geprägten Berliner Gruppe „Revolutionäre Kommunisten“ (RK) als Abspaltung der alljährlichen Mai-Demo ausgeführt wurden. Diese Gruppe bekannte sich zu der peruanischen Terror-Gruppe „Der Leuchtende Pfad“ und deren Führer Abimael Guzman, auch bekannt als Presidente Gonzalo.

Die Revolutionären Kommunisten begannen dann auch verstärkt als Teil der weltweiten Vernetzungsorganisation „Revolutionary International Movement“ (RIM) aufzutreten, was dazu führte, dass sie bis heute verkürzt als RIM bezeichnet werden. Die Gruppe RK/RIM war in dieser Zeit für gewalttätige Übergriffe, teilweise mit Schwerverletzten, verantwortlich. Ihre Überreste findet man heute unter dem Namen „Antizionistische Aktion“.

Das Motto der 2016 neu aufgelegten 13:00 Uhr Mai-Demo lautete in merkwürdiger Analogie zum ewigen Nazi-Motto „Deutsche wehrt euch!“ „Neuköllner wehrt euch!“. Davon angezogen wurden dann auch weitere antisemitische Politsekten, darunter die heute mit dem Jugendwiderstand zerstrittene Gruppe RIO, aber auch BDS Berlin, F.O.R. Palestine, sowie die „Antikapitalistische Nichtweiße Gruppe im Aufbau“, als deren Mitglied und Rednerin Eleonora Roldán Mendívil auftrat.

Zwei Fotostrecken, die den Charakter der Jugendwiderstand Mai-Demo dokumentieren, sind bei Flickr zu finden, hier und hier.

Mittlerweile hat Alex Feuerherdt auf twitter öffentlich gemacht, dass Roldán Mendívil vorerst von ihrem Lehrauftrag entbunden wurde und die Vorwürfe geprüft werden.

Auch die Berliner Zeitung hat am 11.01.17 über den Fall Roldán Mendívil berichtet.